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UMTS

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:56:04
Referenzen: http://www.glossar.de/
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Abkürzung für "Universal Mobile Telecommunications Systems" • UMTS soll das GSM-System - verwendet von der Telekom (D1) und Mannesmann (D2) - ablösen und ist ein Kompromiß zwischen dem Vorschlag von Ericsson und Nokia ("W-DCMA"-Gruppe) auf der einen und Siemens, Bosch, Motorola, Alcatel, Nortel, Sony und Italtel ("UMTS-Allianz") auf der anderen Seite. Das ETSI hat Ende Februar 1998 diesem Vorschlag für den Übertragungsstandard zwischen Endgeräten und Sendestationen zugestimmt.

UMTS sieht zwei Kernkomponenten vor: Funknetz und Trägernetz. Das Funknetz besteht aus den Mobilgeräten und der Basisstation, zwischen denen per Funkübertragung kommuniziert wird. Das Trägernetz verbindet wiederum die Basisstationen untereinander und schafft auch Verbindungen zum ISDN-Netz und Internet. Über eine deutlich größere Bandbreite von 5 MHz als bei GSM (200 kHz) und das CDMA-Übertragungsverfahren (Code Division Multiple Access) sollen sich beliebige Inhalte (Multimedia-Anwendungen, der Download aus dem Internet und Videokonferenzen) mit der hohen Übertragungsrate von 2 MBit/s übertragen lassen. Das UMTS-Funknetz wird per Spezifikation in hierarchische Versorgungsebenen unterteilt, die unterschiedliche Transfergeschwindigkeiten zulassen.

- In der sogenannten Makroebene sind es mindestens 144 KBit/s bei einer maximalen Reisegeschwindigkeit von 500 km/h.
- In der Mikroebene werden immerhin 384 KBit/s bei einer Geschwindigkeit von maximal 120 km/h garantiert.
- In der sogenannten Pikozone sind es die bereits erwähnten 2 MBit/s bei maximal 10 km/h - das entspricht dem sogenannten "quasistationären Betrieb". UMTS ist damit bis zu 30 Mal schneller als ISDN (64 kBit pro Sekunde) und bis zu 200 Mal schneller als heutige GSM-Handys (9,6 kBit pro Sekunde).

Das Interessante an UMTS ist aber nicht nur die sehr hohe Übertragungskapazität, sondern auch die Unterstützung von verschiedenen Transportprotokollen. UMTS wird zukünftig auch WAP unterstützen, und die künftigen Endgeräte werden auch weiterhin den aktuellen GSM-Standard unterstützen.

Anfang 2000 wird die Mainzer Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post vier bis sechs deutsche Lizenzen für die neue Generation des Mobilfunks versteigern. Die Deutsche Telekom, Mannesmann Mobilfunk, Viag Interkom und E-Plus haben bereits angekündigt, daß sie mitbieten werden. Der Käufer erhält das Recht, zum Aufbau eines UMTS-Netzes einen Frequenzbereich 20 Jahre lang zu nutzen. Deutschland gehört zu den Vorreitern des neuen Netzes, bereits 2002 soll UMTS hierzulande eingeführt werden, ein Jahr nachdem Japan ans Netz gegangen ist. Mit UMTS wird Mobiltelefonie boomen: Schon jetzt verzeichnet der Markt Wachstumsraten von bis zu 100 Prozent, und das UMTS-Forum, der weltweite Zusammenschluss von Herstellern, Regulierungsorganisationen und Netzbetreibern schätzt, dass im Jahre 2005 fast eine Milliarde Menschen weltweit mobil telefonieren werden.




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