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Sockel

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:59:30
Referenzen: http://www.glossar.de/
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Der Sockel ist die "Heimat" des Prozessors auf dem Motherbord eines IBM-kompatiblen PC. Über die Jahre (und für die Zukunft) haben sich verschiedene Standards ergeben:

Sockel 1, 2, 3 und 6 für 486-Prozessoren:
Sockel 1 mit 168 oder 169 Pin-Löchern (für den 486DX bzw. -SX, 5 Volt),
Sockel 2 mit 238 (486DX und -SX, 5 Volt sowie 486DX2 und -SX2, 5 Volt),
Sockel 3 mit 237 (486SX und -DX, 3,3 und 5 Volt) und
Sockel 6 mit 235 Pins (486DX4, 3,3 und 5 Volt). Da AMDs 5x86 und der 5x86 von Cyrix/IBM weniger Pins besitzen, passen sie in alle 486-Sockel.

Pentium-Ära

Sockel 4 (273 Pins) für Pentium-Prozessoren mit 60 oder 66 MHz internem Takt.
Sockel 5 (320 Pins) für Pentium-Prozessoren mit 60, 66, 75 und 90 MHz.
Sockel 7 (321 Pins) für Pentium-CPUs mit 75 bis 200 Mhz, Pentium MMX 133Mhz - 233Mhz, K6, K6-2, Cyrix M2, IBM 6x86MX, IDT Winchip und weitere; diesen Sockel gibt es sowohl auf Boards mit 66 Mhz als auch auf Boards mit 100 Mhz Systemtakt. Sockel 7 ist 1999 Standard neben dem Slot 1.
Sockel 8 für den INTEL Pentium Pro.

Pentium II-Ära

Pentium II-CPUs und einige Pentium III-Prozessoren werden nicht in einen Sockel sondern in einen "Slot" eingesetzt.

Pentium III-Ära

Sockel 370 (siehe Bild) für Celerons im PPGA-Gehäuse mit Taktraten zwischen 400 und 533 MHz. Vorsicht: Im Sockel 370 läuft weder der gesockelte Pentium III noch der Celeron im FC-PGA-Gehäuse, obwohl beide hineinpassen. Der Sockel hat 370 Kontakte für CPUs im PPGA-Gehäuse. Obgleich er für die Spezifikationen dieser CPUs konzipiert ist (66 MHz Systemtakt, 2,0 Volt Kernspannung), bieten zahlreiche Sockel-370-Platinen einen höheren Systemtakt (ideal zum Overclocking).
Sockel 370 FC-PGA für gesockelte Pentium-III-CPUs (500 bis 800 MHz) und Celerons: Der Sockel für CPUs im FC-PGA-Gehäuse hat 370 Kontakte. Er gleicht optisch dem Sockel 370, ist aber anders beschaltet.
Sockel SUPER 7 mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis für viele CPUs - vor allem von AMD: Der K6-2+ hat 128 KB Second-Level-Cache und Taktraten ab 500 MHz. Den K6-2 gibt’s von 300 bis 533 MHz, den K6-III mit 400 und 450 MHz. Weniger leistungsfähig sind CPUs von Cyrix (MII, PR 333 und 366) und IDT (W2A, 266 und 300 MHz. Optisch gleicht der Sockel Super 7 dem Sockel 7. Er besitzt ebenfalls 321 Kontakte, ist aber für 100 MHz Systemtakt und AGP-Grafikkarten spezifiziert.
Sockel A ausschließlich für AMD-Prozessoren: Mit dem Spitfire (800 MHz CPU-Takt, 200 MHz Systemtakt, 256 oder 512 KB Second-Level-Cache) will AMD ab Mitte 2000 dem Celeron und Pentium III Konkurrenz machen. Thunderbird (1 GHz CPU-Takt und mehr, 266 MHz Systemtakt, 256 oder 512 KB Second-Level-Cache) und Mustang (Taktraten wie Thunderbird, aber mit 1 oder 2 MB Second-Level-Cache) voraussichtlich Ende 2000 auf den Markt.
Sockel 370 S für den Intel-Prozessor mit dem Codenamen "Timna" (128 KB Second-Level-Cache, integrierter Northbridge und einer Grafikeinheit, aber ohne ISSE). Sockel 423 für den Pentium IV (Willamette) von INTEL. Es handelt sich um einen ZIF-Sockel für CPUs mit 423 Pins (?). Der dazugehörige Intel-Chipsatz trägt den Codenamen "Tehama". Der Chipsatz unterstützt zwei Speicherkanäle für 2 GB Rambus-Speicher.

Hochleistung

Sockel 417 für die 64-Bit-CPU Itanium von INTEL und Hewlett-Packard. Beim Sockel 417 (417 Kontakte) sind die Signal- und Stromversorgungs-Pins der CPU voneinander abschirmt. So lassen sich auch Signale bei einem Takt von mehr als 2 GHz störungsfrei übertragen. Die bislang üblichen Pins der CPU für die Stromversorgung sind teilweise durch 14 Quadrat-mm große Leiterplättchen ersetzt, um die enorme Leistungsaufnahme von mehr als 70 Watt zu ermöglichen.
Sockel 603 als Basis für Multiprozessor-PCs mit bis zu acht CPUs. Der erste INTEL-Prozessor für diesen Sockeltyp trägt den Codenamen "Foster". Der "Foster" taktet mit mindestens 1 GHz. AMD & Co. haben (zumindest im 1 Quartal 2000 noch) keine Ambitionen auf Sockel-603-CPUs. Der "Sockel 603" ist ein ZIF-Sockel mit 603 Kontakten. Der Codename des dazugehörigen INTEL-Chipsatzes lautet "Colusa". Er soll zwei Speicherkanäle mit Zugriff auf bis zu 32 GB Rambus-RAM und 400 MHz Systemtakt unterstützen.




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