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Router

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:58:46
Referenzen: http://www.glossar.de/
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Ein Router hat die Funktion, zwei räumlich getrennte Netzwerke über eine Telekommunikations-Leitung miteinander zu verbinden. Wann immer also ein Rechner via LAN eine Netzwerk-Ressource (Server, Arbeitsplatz-Rechner, Drucker) ansprechen soll, die physikalisch in einem anderen Netzwerk angesiedelt ist, dann stellt der Router den Kontakt zwischen beiden Netzwerken her. Ein Router ermöglicht dazu die Verbindung über eine abweichende Netzwerk-Topologie: Zwei Ethernet-Netze lassen sich zum Beispiel per ISDN koppeln - und es muß dazu kein Ethernet-Kabel zwischen den beiden lokalen Netzen verlegt werden.

Prinzipiell läßt sich jede Übertragungstechnik für die Netzwerk-Kopplung nutzen. Lange Zeit wurden vor allem Standleitungen zu diesem Zweck genutzt. Inzwischen sind vor allem Mini-Router populär, die zur Übertragung das digitale Telefonnetz ISDN nutzen. Der sogenannte "Short Hold"-Mode erlaubt es, eine bestehende Verbindung jederzeit zu unterbrechen und in Sekundenbruchteilen wieder aufzunehmen. Unterstützen die Übertragungseinrichtungen auf beiden Seiten diesen Modus, brauchen gebührenpflichtige Verbindungen nur in der Zeit aufgebaut zu werden, die für die Datenübertragung benötigt wird.

Inwieweit eine Netzwerk-Kopplung per ISDN wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt allerdings von der Nutzungsdauer und -frequenz ab:

Greift ein Homeworker über einen kompletten Arbeitstag ständig für kurze Zeit auf das Firmennetz zu, fallen durch die ständige Wiederanwahl immer wieder Gebühreneinheiten an. In solchen Fällen gilt es zu prüfen, ob eine Standleitung nicht preiswerter ist. Wird der Netzwerk-Zugang aber nur zu bestimmten Zeiten und nur sporadisch benötigt, sind ISDN-Router derzeit die beste Wahl. Der prinzipielle Unterschied zwischen einem Router und einer Modem- oder ISDN-Einwahlverbindung in einen Remote-Server ist die völlige Transparenz des Routers: Die Router verhalten sich wie Netzwerk-Komponenten (wie Hubs, Switches oder Bridges), benötigen keine PC-Rechenleistung und lassen sich zum Beispiel mit dem SNMP-Protokoll übers Netzwerk administrieren. Authentifizierung und Verschlüsselung führt die Hardware automatisch durch. Voraussetzung für diese transparente Arbeitsweise ist allerdings, daß der Router alle verwendeten Netzwerk-Protokolle unterstützt. Da der Trend in lokalen Netzwerken ohnehin stark zum Internet-Protokoll TCP/IP geht, ist dieses Protokoll für Netzwerke mit Remote-Anbindung geradezu prädestiniert. Das Intranet der Firma kann auf diese Weise um eine oder mehrere Remote-Stationen erweitert werden. Per Definition wird das lokale Netzwerk des Heimarbeiters somit zum Extranet. Der Netzwerk-Administrator muß allerdings dafür sorgen, daß alle von der Remote-Station benötigten Funktionen über das IP-Protokoll erreichbar sind.

Für die Verbindung zur Gegenstelle nutzen moderne Router Protokolle wie PPI oder HDLC. Beide eignen siel besonders gut für ISDN-Verbindungen. Doch auch andere Verbindungstypen wie X.25 oder SMDS kommen als Transportprotokoll in Frage. Sofern die miteinander verbundenen Router kompatible Transport und Netzwerkprotokolle unterstützen, lassen sich auch Router unterschiedlicher Hersteller kombinieren. Viele Routerhersteller bietet außerdem Datenkompression an, um die chronisch zu knappe Bandbreite zu erhöhen. Der Router bei der Gegenstelle übersetzt solche Datenpakete wieder ins ursprünglich Protokoll und leitet sie ins entfernte Netz weiter.

Da in Firmen häufig mehrer Router-Verbindungen gleichzeitig ankommen, sind dort vor allem Rack-Systeme üblich, die mehrere Ports unterstützen. Beim Client im Home Office wird dagegen in der Regel ein Mini-Router installiert, der ein oder zwei ISDN-Kanäle unterstützt.

Routing
Mit Routing bezeichnet man den Weg von Datenpakete zwischen den Netzen. Das INTERNET kennt keine Direktverbindungen zwischen Rechnern; statt dessen erfolgt der Versand von Daten grundsätzlich in kleinen Paketen und nach Bedarf über verschiedene Zwischensysteme - nach Möglichkeit natürlich auf dem zum Zeitpunkt günstigsten Weg (dynamisches Routing). Diese Form des Datenverkehrs ermöglicht die hohe Flexibilität und Ausfallsicherheit des Internet:

Feste Datenpfade (statisches Routing) konfiguriert der Systemverwalter dagegen manuell.

Anderes Beispiel: Routing bezeichnet in einem Call Center die Weiterleitung von Anrufen (Calls) nach vorher festgelegten Kriterien (z.B. nach Region oder gewählter Nummer). In modernen Call Centern übernehmen ACD-Anlagen das Routing zwischen verschiedenen Standorten, ohne daß der Kunde etwas davon merkt.




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