IT-Academy Logo
Sign Up Login Help
Home - Glossar - P - PFM


PFM

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:54:24
Referenzen: http://www.glossar.de/
Ansichten: 2244x

[Druckansicht] [Als E-Mail senden]

Abkürzung für "Printer Font Metrics" - Die Konvertierung digitaler Schriften spielt in zwei Situationen eine besondere Rolle:

wenn eine Schrift im gleichen Format auf einem anderen Betriebssystem benutzt werden soll (z. B. Type 1 von Mac nach Windows) und wenn eine Schrift in eine andere Fonttechnik zu übersetzen ist - z. B. TrueType nach Type 1 (siehe ATM). PostScript und Type 1 sind zwar grundsätzlich betriebssystemunabhängig, dennoch gibt es Unterschiede bei den Fontdateien und bei der Handhabung der Zusatzinformation, vor allem bei Metrik und Unterschneidungstabellen. Zunächst verwenden Macintosh und DOS beziehungsweise Windows unterschiedliche Darstellungen der Fontdaten: Beim Mac enthält jede Datei zwei getrennte Zweige, die sogenannte Ressource- und Datafork. Fonts werden meist als Ressourcen betrachtet und daher in der Ressource-Fork abgelegt. Unter DOS und Unix gibt es nur `flache´ Dateien und keine getrennten Zweige. Eine DOS-Fontdatei kann ASCII- und Binärdaten gemischt enthalten, die als separate Blöcke in der Datei stehen (PFB-Format, Printer Font Binary). Unter Unix werden zum Teil PFB-Dateien benutzt, zum Teil jedoch auch reine ASCII-Darstellungen der Fontdaten (PFA, Printer Font ASCII). Daneben gibt es noch unterschiedliche Konventionen für das Zeilenende und die Dateinamen. All diese Unterschiede lassen sich jedoch ziemlich leicht umsetzen, so daß ein Type-1-Font ohne Informationsverlust konvertiert werden kann.

Bei den Metrikinformationen sieht es schon anders aus: Adobe beschreibt alle Fonteigenschaften in der AFM-Datei (Adobe Font Metrics), die in Klartext alle Metrik- und Unterschneidungsinformationen unabhängig vom Zeichensatz enthält. Der Mac liest die Metrik aus einer eigenen Ressource. Unter Windows wird die Information aus der AFM-Datei in die binäre PFM-Datei (Printer Font Metrics) übersetzt; diese enthält allerdings nur die Dickteninformation für die Zeichen des Windows-Zeichensatzes. Nicht kodierte Zeichen werden ignoriert. Unter Unix gibt es kein eigenes Format, sondern die Programme arbeiten meist mit der AFM-Datei und einer freien Zeichenbelegung. Bis auf die Einschränkung des Zeichensatzes stellt die Erzeugung der Metrikdateien für verschiedene Betriebssysteme kein Problem dar.

Bei der Konvertierung digitaler Schriften zwischen verschiedenen Fontformaten treten dagegen größere Probleme auf. Die Umsetzung der Umrißbeschreibung eines Zeichens von Type 1 nach TrueType ist noch relativ gut möglich (obwohl Type 1 Kurven dritter Ordnung - Splines - verwendet und Truetype nur Kurven 2. Ordnung), schwierig wird es spätestens bei der Konvertierung der Type-1-Hints in TrueType-Instruktionen. Da die beiden Formate hier sehr unterschiedliche Philosophien verfolgen, gestaltet sich die Umrechnung nicht ganz einfach. Bei einer solchen Konvertierung - etwa mit Metamorphosis für Mac (Altsys), Fontographer (Altsys) für Mac und Windows sowie FontMonger - sind Qualitätsverluste unumgänglich.




Userdaten
User nicht eingeloggt

Gesamtranking
Werbung
Datenbankstand
Autoren:04508
Artikel:00815
Glossar:04116
News:13565
Userbeiträge:16552
Queueeinträge:06246
News Umfrage
Ihre Anforderungen an ein Online-Zeiterfassungs-Produkt?
Mobile Nutzung möglich (Ipone, Android)
Externe API Schnittstelle/Plugins dritter
Zeiterfassung meiner Mitarbeiter
Exportieren in CSV/XLS
Siehe Kommentar



[Results] | [Archiv] Votes: 1154
Comments: 0