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Objekt

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:53:41
Referenzen: http://www.glossar.de/
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Objekte, wie sie die EDV-Leute verstehen, bestehen nicht nur aus sichtbaren Inhalten (Texten, Bilder, Grafiken...) sondern auch aus ergänzenden Verhaltensvorschriften und Bearbeitungsregeln.

Die Möglichkeiten des computerunterstützten Konstruierens lassen sich nur dann optimal ausschöpfen, wenn die Anwender den Sprung von der zweidimensionalen Zeichenarbeit über die 3D- Modellierung hin zum bauteilorientierten Arbeiten schaffen - ein Schritt, der durch die heute verfügbaren Software- Lösungen erleichtert wird. So arbeiten moderne CAD- Programme mit intelligenten Bauteilen oder Objekten, die untereinander in Beziehung stehen und ein entsprechendes gegenseitiges Verhalten aufweisen - dazu ein einfaches Beispiel aus der Architektur: Wird ein Fenster in eine Wand eingefügt, so braucht der Anwender sich um alles weitere nur wenig zu kümmern; das Programm "schneidet" vielmehr automatisch eine entsprechende Öffnung aus und erzeugt ebenso eigenständig die benötigten Anschlüsse. Damit ist nicht nur garantiert, dass die CAD- Zeichnung weiterhin korrekt bleibt, sondern es werden auch alle Weichen für eine stimmige Mengenermittlung gestellt.

Intelligente Bauobjekte besitzen zudem nicht nur Informationen über ihre Beziehung zu anderen Bauteilen, sondern sind auch mit Angaben zu Material, Geometrie und ähnlichem ausgestattet. Das bietet die Möglichkeit, Flächen und Volumen anhand der CAD- Zeichnung bzw. des Modells zu berechnen und automatisch die entsprechenden Material- und Stücklisten zu erstellen - und zwar unter Berücksichtigung geltender Normen.

Ein weiterer Vorteil intelligenter Objekte ist die Möglichkeit, ein Bauteil in verschiedenen Maßstäben mit jeweils unterschiedlichem Detaillierungsgrad darzustellen. Musste der Bauplaner früher beim Übergang von einer Planungsphase in die nächste sämtliche Pläne neu zeichnen, so genügt heute ein Mausklick, um die benötigte maßstabsgerechte Darstellung anzuzeigen. Ein Neuzeichnen ist dabei nicht nötig - das Gebäudemodell wird einmal aufgebaut und dient anschließend als Datenpool, aus dem sämtliche Informationen für alle weiteren Planungsphasen herausgefiltert werden. Dies gilt nicht nur für maßstäblich unterschiedliche Darstellungen, sondern auch für alle benötigten Sichten: Es stehen alle Daten bereit, um daraus sofort sämtliche Grundrisse, Ansichten oder beliebige Perspektiven des Gebäudemodells abzuleiten. Darüber hinaus enthalten Bauobjekte bereits alle Informationen für eine Visualisierung der Planung. Mit wenig Aufwand erhalten Bauherren und Planer auf diese Weise ein fotorealistische Vorschau auf das geplante Gebäude. Der Informationsgehalt von Bauobjekten ist jedoch nicht nur für die Arbeit des Architekten relevant, sondern ebenso für die Tragwerks- oder TGA-Planung sowie für die spätere Gebäudeunterhaltung. Denn auch für diese nachfolgenden Phasen der Bauplanung können Bauobjekte sämtliche benötigten Informationen enthalten.

siehe auch Enabler, Entities, IFC/IAI




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