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Jini

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:57:26
Referenzen: http://www.glossar.de/
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Abkürzung für "Java Intelligent Network Infrastructure" • Im Rennen um das ideale Netz, das die Netzwerktechnologie revolutionieren soll, stellte Sun Mitte 1998 seine Jini-Technologie vor. Fuer die Java-basierende Technologie, die ein sogenanntes "spontanes Networking" der Geraete erlaubt, haben bereits mehrere Unternehmen Lizenzen erworben: So veroeffentlichte Cisco Anfang des Januar 1999 ein Jini-Kabelmodem, und eine Jini-Harddisk von Quantum zeigte Sun bereits im Dezember 1998.

Jini soll regeln, wie Computer und andere Geräte sich miteinander im Netzwerk unterhalten.

Jini baut zwar auf Java auf, enthält aber mehr als nur ein paar Java-Softwarebibliotheken. Die im Source verfügbare "Firmware" soll es möglich machen, daß Geräte ohne Konfigurierung einfach nur im Netzwerk angesteckt werden können und gleich laufen - wie ein Telefon in der Telefonbuchse. Das Gerate kann sich selbst identifizieren, des Netzwerk antwortet, und los geht es - die technischen Daten werden dabei gleich mit übertragen, damit die Treiberauswahl nicht mehr von Hand erledigt werden muß. Ein Drucker etwa würde seine Auflösung und Farbinformation mitsenden. Die Silicon-Valley-Postille Mercury News hofft, daß damit Handys, kleine tragbare Computer und Stereoanlagen endlich miteinander kommunizieren können und so neue Märkte entstehen.

Jini soll die Art, wie ein Netzwerk funktioniert, total umkrempeln: Statt wie im Client-Server-Modell soll Jini automatisch auch eine Ressourcenverteilung steuern. Große Hersteller wie Ericsson und Quantum waren bereits vorher über die Pläne der Sun-Techniker informiert, berichtet die Mercury News, und noch mehr Unternehmen gaben an, bereits kommerzielle Produkte auf dieser Basis zu planen. Quantum beispielsweise könne Festplatten nicht mehr nur an PC-Hersteller, sondern an jedermann verkaufen, der sie einfach nur ansteckt, wo er sie braucht. Die Geräte und ihre Daten innerhalb des Netzwerkes werden über einen "Lookup Service" - ähnlich den Nameservern im Internet, aber verteilt - bereitgehalten. Cheftechniker Greg Papadpoulos nennt dies "spontanes Networking" - denn einmal etwas angesteckt, weiß es schon das ganze Netz.

Die Wall Street war entzückt, weil Sun sich auf ein kleines Problem konzentriert statt alles neu bauen zu wollen: Jini läuft auf allen verbreiteten Netzwerkprotokollen. Einziges Problem wird nun die Marktakzeptanz. Novells-Chef Eric Schmidt spricht dazu aus Erfahrung: "Es ist halt nicht von Microsoft" - man bräuchte sehr viel strategisches Geschick, um einem Konter des Softwareriesen etwas entgegenzusetzen.




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