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FOD

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:51:52
Referenzen: http://www.glossar.de/
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FOD ist eine Abkürzung für "Future Office Dynamics" • Dahinter steckt ein Forschungs- und Entwicklungskonsortium in Form einer Arbeitsgemeinschaft mit ganz unterschiedlichen Partnern die sich mit modernen Arbeitswelten befaßt.
Eine fundierte Grundlagenforschung und Entwicklungsarbeit zu Arbeitswelten der Zukunft, die alle dort relevanten Aspekte aus den Bereichen Design, Organisation, Technologie und Architektur berücksichtigt, würde die finanziellen Möglichkeiten der einzelnen Beteiligten genauso sprengen, wie sie die Kernkompetenzen, Geschäftsfelder und damit die Marktpositionierungen verwischen würde.
Ein Lösungsweg, wie eine derart komplexe und interdisziplinäre Aufgabenstellung gemeistert werden kann, ist in den Konzepten für neue Arbeits- und Organisationsformen selbst zu finden: So wie in der interdisziplinären Projektarbeit innerhalb eines Unternehmens Mitarbeiter aus verschiedenen Unternehmensbereichen an einem definierten Projekt in einem definierten Zeitraum zusammenarbeiten, ist dies auch für Mitarbeiter unterschiedlicher Unternehmen möglich, die via Internet, E-Mail und Meetings an wechselnden Orten als "temporäre" Virtual Organization zusammenarbeiten.
Vier, in ihren Bereichen führende Organisationen und Unternehmen haben sich deshalb Anfang 1999 zu dem Konsortium Future Office Dynamics (FOD) zusammengeschlossen, das die Kern-Bereiche abdeckt, die für eine Gesamtkonzeption zukünftiger Arbeitswelten relevant sind:
Die Nemetschek AG hat sich unter dem Namen Future Technologie die Softwareintegration auf die Fahne geschrieben, um Entwurf, Detailausarbeitung, Ingenieurbau, Ausführungsplanung, kaufmännische Daten, Projektplanung und Facility-Management unter einer Benutzeroberfläche zusammenzuführen.
Das Quickborner Team ist führend bei der Konzeption neuer Arbeits-, Organisations- und Flächennutzungskonzepte. Das Institut für integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI) des GMD Forschungszentrums Informationstechnik hat sich in der Wissenschafts- und Forschungswelt mit der Konzeption von i-Land, einer interaktiven Umgebung für kooperative Arbeitswelten, einen Namen gemacht.
Wilkhahn ist international als innovativer Spezialist für designorientierte Objekteinrichtungen etabliert und hat sich mit dem Programm Confair sowie mit der Publikation eines umfassenden Einrichtungs-Handbuchs besonders bei der Entwicklung prozessorientierter Einrichtungskonzepte für Kommunikationsräume profiliert.

Analog zu den Kernkompetenzen der Projektpartner leiten sich die Aufgabenstellungen und Zielsetzungen für Future Office Dynamics ab:

Die Plenumsrunde, in der Mitarbeiter aus Forschung, Marketing, Design, Produktentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Vertrieb vertreten sind, diskutiert, bündelt und verknüpft den jeweiligen Forschungsstand, die aktuellen Entwicklungen und weltweite Trends zu kooperativen Arbeitsformen. Die Kernfrage, die durch die Plenumsrunde beantwortet werden soll, lautet: Wie sollen vor dem Hintergrund fortschreitender Spezialisierung und dynamischer Globalisierung die Mitarbeiter eines Unternehmens bei Innovations- und Veränderungsprozessen idealerweise zusammenarbeiten und welche Auswirkungen hat dies auf Architektur- und Raumkonzepte, auf Organisationsstrukturen, auf die Gestaltung der IuK-Technologien und auf die Arbeitsumgebung?

Die Teilziele, die sich daraus ergeben und in Arbeitsgruppen bearbeitet werden, sind

die Entwicklung fundierter Szenarios für kooperatives Arbeiten (Quickborner Team, GMD-IPSI, Wilkhahn, Nemetschek), um Gesetzmäßigkeiten und archetypische Abläufe herauszubilden, die Applikationen kooperativer Software für gängige Betriebsdaten- und Softwareprogramme (GMD-IPSI, Nemetschek), um die bislang auf Einzelarbeitsplätze ausgelegte Software für interaktive Gruppen- und Projektarbeit verfügbar zu machen, die Weiterentwicklung von "Roomware-Komponenten" als Einrichtungstools, bei denen die IuK-Technologien in die konkrete Arbeitsumgebung integriert sind (Wilkhahn, GMD-IPSI, Nemetschek), die Organisation des Kongresses "Arbeitswelten im Wandel - fit für die Zukunft?", um in einer interdisziplinären Veranstaltung die bei Fragen zukünftiger Arbeitsweltgestaltung führenden Unternehmen, Consultants, Verbände und Forschungsinstitutionen zusammenzubringen, deren Thesen mit innovativen Praxisbeispielen abzugleichen und die ersten Szenarios in einer prototypisch entwickelten FOD-Arbeitsumgebung der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen (GMD-IPSI, Wilkhahn, Nemetschek, Quickborner Team).

Rück- und Ausblick

In weniger als zehn Monaten sind im Rahmen des FOD-Projektes die Grundlagen für die konkrete Gestaltung kooperativer Arbeitswelten erarbeitet und erste, integrierte Prototypen der modifizierten Roomware-Komponenten entwickelt worden. Obwohl für alle Beteiligten dieses Projekt neben ihrer "Tagesarbeit" angesiedelt ist, hat es in kurzer Zeit eine hohe Dynamik und hervorragende Ergebnisse hervorgebracht. Die Arbeitsweise besteht in einer Mischung aus Beiträgen, die in den jeweiligen Spezialdisziplinen entstanden, aus Gruppen- und Plenumsmeetings, die wechselweise an den Standorten der Partner stattfinden, und aus einer regen Kommunikation per Telefon, E-Mail und Internet über den "BSCW-Server" von GMD-IPSI.

In dieser Form der Zusammenarbeit entstand auch die Kongress-Dokumentation "Arbeitswelten im Wandel - fit für die Zukunft?", die von FOD herausgegeben und bei der Deutschen Verlagsanstalt als Buch erscheinen wird.

Als nächste Schritte sind Weiterentwicklungen und Arrondierungen der Roomware-Komponenten und der Szenarios geplant, die im Rahmen des EXPO 2000 Projektes "Zukunft der Arbeit im Spannungsfeld Mensch, Natur, Technik und Markt" bei Wilkhahn in Bad Münder einer weltweiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

siehe auch www.future-office.de




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