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Flash

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:51:47
Referenzen: http://www.glossar.de/
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Standardmäßig werden im World Wide Web nur Pixelgrafiken im GIF-. JPEG- und möglicherweise noch im PNG-Format eingesetzt (siehe Bildformate). Formate für vektorbasierende Grafiken, die in vielen Fällen weniger Speicherplatz belegen als entsprechende Pixelbilder und sich zudem skalieren lassen, sind dagegen (immer noch) nicht standardisiert und setzen somit gewisse Ergänzungsmodule (PlugIns) voraus, um im WWW-Browser dargestellt werden zu können. Während verschiedene Lösungsansätze wie VML, SVG oder SVF in den offiziellen Gremien - z.B. W3C - noch diskutiert werden, schafft die Industrie inzwischen aber mal wieder Standards - einer davon ist das Flash-Format von Macromedia (ein anderer für CAD-Zeichnungen könnte das DWF-Format von Autodesk werden).

Flash gilt in Fachkreisen längst als Standardformat für vektorbasierende Grafiken im Internet. Die Version 4 (aus dem Jahr 1999) eröffnet dem Webdesigner außerdem weitere Möglichkeiten der multimedialen Gestaltung von Internetseiten - nämlich Interaktionsmöglichkeiten, Sound und Animationen.

Das zur Darstellung notwendige PlugIn - der sogenannte "Flash-Player - hat sich zudem etabliert und ist nach Angaben von Macromedia weltweit auf etwa 100 Millionen Computern installiert - nicht zuletzt deshalb. weil die meisten renommierten Anbieter den Flash-Player serienmäßig mitliefern. Das mittlerweile nahezu unentbehrliche Abspielprogramm ist unter anderem Bestandteil der Browser Navigator (von Netscape) und Explorer (von Microsoft). Macromedia Flash schlägt dabei Brücken über alle Betriebssystem-Grenzen hinweg: Ob Windows, Linux, Solaris, IRIX oder UNIX, das der Player ist kostenlos für alle gängigen Plattformen erhältlich und kann bei Macromedia gedownloadet werden.

Flash-Format frei

1999 wurde der Quellcode des Flash-Formats von Macromedia offiziell freigegeben, was zu einer weiteren Etablierung des De-facto-Standards führen sollte.

Adobe hat die Gelegenheit genutzt und mit LiveMotion für das 2 Quartal 2000 einen eigenen Flash-Editor angekündigt. Eine Beta-Version von LiveMotion kann / konnte im März gedownloadet werden. Mit Adobes Programm lassen sich ähnlich wie im Flash-Editor von Macromedia animierte, interaktive Webanwendungen erstellen und mit Sound versehen. Dabei sind die Sound-Formate wav, snd, aiff, au und MP3 integrierbar.

LiveMotion arbeitet bei Bedarf mit Adobes Webeditor GoLive sowie den Grafikprogrammen Illustrator und Photoshop zusammen und unterstützt deren Ebenentechnik. Damit können Designer beispielsweise Photoshop-Dateien inklusive Ebeneninformationen direkt übernehmen. Als besondere Highlights von LiveMotion hebt Adobe die "Animation Timeline" und das "Auto Keyframing" hervor - Tools die ein komfortables Animieren ermöglichen.

Die erstellten Dateien lassen sich auch im Flash-Format exportieren. Die erwartete Exportfunktion von Dateien im Scalable Vector Graphics-Format (SVG) ist noch nicht integriert. Adobe verspricht aber eine Unterstützung für die nächste Version.

Die 26,4 MByte große Installations-Datei der Beta-Version (im Windows-Format) hat Adobe auf einem eigenen Server zum kostenlosen Download bereitgestellt: www.adobe.com/products/livemotion/betareg.html. Versionen im Apple-Format werden ebenfalls angeboten. Der Preis der endgültigen Version liegt voraussichtlich bei 400 Dollar.

Flash bietet in der Versen 4 verbesserte Möglichkeiten für die Gestaltung interaktiver Seiten. Selbst Texteingabefelder für Formulare werden unterstützt, was bei der Gestaltung von e-Commerce-Seiten erhebliche Vorteile bringt. Die Anwendereingaben können auf verschiedene Arten angezeigt und an einen Web-Server weitergeleitet werden.
Bemerkenswert sind auch die mitgelieferten "Actions". Mit ihnen lassen sich interaktive Sequenzen oder Interfaces ohne Programmieraufwand realisieren. Die Actions können sogar mathematische Operationen durchführen – wie zum Beispiel auf einer Shopping-Seite Inhalte des Warenkorbs aufsummieren.
Auch im Audiobereich wird der Stand der Technik geboten: Ab Flash 4 wird Streaming-Technologie nach dem immer populärer werdenden MP3-Standard unterstützt, so daß Musiksequenzen und Töne bereits während der Übertragung wiedergegeben werden können. So lassen sich Animationen mit Sprache oder Hintergrundmusik attraktiver machen. Die Dateigröße bleibt dennoch im Rahmen.

Bereits im Juni 1999 hat NPD Research, die Mutterfirma von Mediamatrix in einer Studie ermittelt, daß 83,1 Prozent aller Webbrowser standardmäßig mit dem Flash-Player ausgestattet sind – was rechnerisch 143 Millionen Nutzer bedeutet. Im März 1999 kam eine ähnliche Studie von King, Brown & Partners auf einen Wert von 77 Prozent aller Browser, auf denen Flash installiert ist. Im zweiten Quartal wurde der Player zudem 48 Millionen mal von der Macromedia-Site gedownloadet.

Trotz aller Möglichkeiten des Flash-Formates und der Vorteile gegenüber Pixelgrafiken, bleibt das Flash-Format eine Ergänzung zum HTML-Standard. Ganze Sites sollte man nur im Einzelfall komplett mit Flash realisieren. Wie z.B. www.flash4all.de (im September 1999 unfreiwillig) beweist ...

ist der Text ggfls. nur schlecht zu lesen. Das Ausdrucken und Abspeichern wird beschränkt oder ist gar nicht möglich und die verlängerten Ladezeiten werfen um Monate zurück. ...
siehe auch

www.macromedia.com/
www.macromedia.com/de/




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