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E-Stamp

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:51:22
Referenzen: http://www.glossar.de/
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elektronische / digitale Briefmarke • Mit einer aufsehenerregenden Entscheidung wurde zwei Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Kalifornien August 1999 das Recht zugebilligt, Briefmarken über das Internet zu verkaufen: Die Unternehmen E-Stamp und Stamps.com können ihre Kunden damit in die Lage versetzen, den privaten PC und Laserdrucker für den Internet-Ausdruck von Briefmarken zu verwenden.

E-Stamp bietet eine Internet-Portolösung, die die Kunden in die Lage versetzt, die Portogebühren direkt von ihrem Personal Computer zu begleichen, herunterzuladen und auszudrucken. Die erworbenen Frankiermarken können mit Standardlaser- oder Tintenstrahldruckern auf Umschläge, Etiketten oder Dokumente gedruckt werden, und zwar 24 Stunden täglich, sieben Tage in der Woche, ohne dass man mit dem Internet verbunden bleiben muß. E-Stamp richtet sich an kleinere Unternehmen, Büros und Home Office-Nutzer (sogenannte SOHO-Nutzer), von denen die meisten normalerweise per Modem mit dem Internet verbunden sind. Das Unternehmen verfügt über strategische Geschäftsbeziehungen mit Branchenführern wie Microsoft, Yahoo, Compaq, Excite@Home, America Online, Francotyp-Postalia und Avery Dennison.
(Laut einer Meldung vom 22. September 1999 ist die Deutsche Post International, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Post, und T-Venture, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, mit einem Kapital von insgesamt 5 Millionen US-Dollar bei E-Stamp beteiligt.)
Nach Angaben des Unternehmens hat das System von E-Stamp den Vorteil, daß die Kunden die Briefmarken auch dann ausdrucken können, wenn sie nicht mit dem Netz verbunden sind.
Das System vom Stamps.com sieht hingegen vor, daß die Kunden online und mit der Website des Unternehmens verbunden sein müssen, während sie eine spezielle Software verwenden, mit der die Briefmarken auf Umschläge gedruckt werden können. Beide Unternehmen werden für ihre Systeme Preise verlangen, die etwa zehn Prozent über den Preisen traditioneller Briefmarken liegen. Die Kombination aus Briefmarke per Internet und Frankiermaschine für "echte" Post soll aber Überfrankierungen vermeiden helfen.

Die Firmen Neopost und Pitney Bowes warten Mitte 1999 noch auf die Betriebsgenehmigung für ihre Systeme; Pitney wirft unterdessen sowohl Stamps.com als auch E-Stamp die Verletzung eines Pitney-Patents mit der Bezeichnung "Click Postage" vor.

Übrigens: Frankotyp-Postalia, deutscher Hersteller von Frankiermaschinen, hat sich Mitte 1998 am kalifornischen Unternehmen E-Stamp beteiligt.

Laut Investor's Business Daily vom 20. November 1998 haben sich die Unternehmen E-Stamp Internet Postage, America Online, Compuserve und Digital City darauf verstaendigt, den jeweiligen Kunden Dienste zur Nutzung elektronischer Briefmarken anzubieten.




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