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EDI / EDIFACT

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:51:04
Referenzen: http://www.glossar.de/
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Abkürzung für "Electronic Data Interchange" bzw. "Electronic Data Interchange For Administration Commerce and Transport" • Gemeint ist damit ein Standard, den die Vereinten Nationen für die elektronische Abwicklung geschäftlicher Vorgänge zwischen Unternehmen, Branchen und Ländern entwickelt haben. EDI behandelt den automatischen Austausch von strukturierten Daten zwischen EDV-Applikationen von Geschäftspartnern.

EDI bedeutet zum einen die Konzentration auf hohe Datenvolumina, die regelmäßig zwischen beteiligten Partnern ausgetauscht werden, beispielsweise als Bestellungen oder Rechnungen. Zum anderen ist die präzise Struktur des Datenaustauschs bezeichnend für EDI, technisch und vertraglich, die ihre Kodifizierung im Interchange Agreement findet. EDI bedeutet leider manchmal auch nicht unerhebliche Investitionen in die technische Infrastruktur und stellenweise auch das Reengineering von betroffenen Applikationen.Der Lohn für diese Mühe ist eine hochgradige Rationalisierung von hohen Transaktionsvolumen wie Bestellabwicklung und -regulierung, begleitet durch erhöhte Wettbewerbsfähigkeit der beschleunigten Prozesse.

Ursprünglich haben EDI und INTERNET kaum Berührungspunkte. Das Internet - und besonders das INTRANET - bietet aber eine ganze Reihe von Diensten, wobei in dem EDI-relevanten Geschäftsumfeld zwei von besonderem Interesse sind: das File Transfer Protocol (FTP) und das World Wide Web.

FTP ist ein äußert kostengünstiger Transportdienst für Geschäftsdaten und kann als solcher selbstverständlich auch zur Übertragung von EDI-Daten genutzt werden. Im offenen Internet-Netz muß der Anwender die Kostengünstigkeit durch teilweise niedrigere Verfügbarkeit des Netzes erkaufen, die bei weniger kritischen Applikationen akzeptabel ist, in der Just-in-Time-Umgebung jedoch kaum zu empfehlen ist. Das World Wide Web funktioniert praktisch wie eine Online-Applikation mit einheitlicher Oberfläche. Der Online-Betrieb bringt gleichermaßen Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen zählt sicher, daß die Applikation interaktiv ist, der Anwender also direkt seinen Prozeß kontrolliert. Ein Beispiel: Der Anwender browsed (siehe Browser) über einen Katalog, wählt ein Produkt aus und bestellt es. Die WWW-Applikation kann ihm sofort bestätigen, ob das Produkt verfügbar ist, wann es geliefert wird und vieles mehr. Im Prinzip benötigt der Anwender als Kunde nur einen PC mit einem Browser für die Kommunikation, der Anbieter einen WWW-Server.Die Nachteile des World Wide Web ergeben sich aus den Dialogvorteilen. Ein Besteller, der bei einem Lieferanten 100 Bestellungen abgeben will, wird wohl nicht im Dialog die Bestelldaten ermitteln, sondern auf Knopfdruck die ganze Arbeit im Stapelbereich erledigen wollen. Das aber ist dann keine WWW-Technologie, sondern EDI. EDI ist für konzentrierte Business-Prozesse konstruiert, bei denen eine sehr begrenzte Anzahl von Dokument-Arten, etwa Bestellungen und Rechnungen in hohen Mengen, regelmäßig und automatisch zwischen einander bekannten Partnern abgearbeitet werden sollen. Das Internet dagegen ist für die breite Anwendung von Einzeltransaktionen konstruiert. Eine ideale Verbindung muß von Fall von Fall untersucht werden.




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