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eBook, E-Book

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:50:58
Referenzen: http://www.glossar.de/
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Eine Gruppe von Verlegern, Software- und Elektronik-Herstellern hat sich dazu verpflichtet, gemeinsam Standards für elektronische Bücher festzulegen. Zu den Befürworten der Standards gehören Microsoft, Softbook Press, Bertelsmann, HarperCollins Publishers, Penguin Putnam, Simon & Schuster sowie Time-Warner Books. Die Standards sollen auf den Kodierungssystemen HTML und XML basieren. Die Verleger interessieren sich zum einen für elektronische Bücher, weil damit Druck- und Distributionskosten gespart werden können; andererseits haben die Verleger bei elektronischen Büchern die Möglichkeit, mehr Illustrationen, Tabellen oder sogar unbearbeitetes Datenmaterial einzubinden, das heißt Materialien, die bei herkömmlichen Büchern aus Kostengründen womöglich nicht berücksichtigt werden können.

"Die Verleger könnten riesige Datenmengen anbieten, ohne daß dafür Bäume gefällt werden oder die Leser dicke Wälzer schleppen müssen," sagte der Leiter der Online-Verlagsabteilung von McGraw-Hill. Andererseits gibt es auf Seiten der Verleger auch Bedenken in Bezug auf die Sicherheit der Technologie; einige fürchten, daß durch elektronische Bücher neue Möglichkeiten für Copyright-Piraterie und die Verletzung intellektuellen Eigentums geschaffen werden.

Am Ende des 20. Jahrhunderts arbeiten verschiedene Firmen an den elektronischen Enkeln des "guten alten Buches" Verschiedene Entwicklungen werden hier vorgestellt:

Softbook (August 1998)
Ein "elektronisches Buch" hat SoftBook Press entwickelt: In das ledergebundene, knapp DIN-A4-große und 2,5 Zentimeter flache Gerate mit integriertem Modem lassen sich bis zu 100.000 Buchseiten aus dem SoftBook-Netzwerk laden und an einem hintergrundbeleuchteten Bildschirm lesen. Das elektronische Buch enthält ein Fremdwörterlexikon, das Worterklärungen per Mausklick liefert, sowie eine Suchfunktion. Außerdem kann man bestimmte Passagen markieren oder Notizen und Lesezeichen eingeben, die automatisch gespeichert werden. Durch den "Kauf" eines Buches erwirbt der Kunde das Recht, einen bestimmten Titel zu laden - auch mehrmals. Löscht der Anwender einen Buchtitel aus seinem SoftBook, wird dieser auf einem persönlichen "Regal" auf einem Server gespeichert und kann jederzeit wieder abgerufen werden. Das elektronische Buch eignet sich dank integriertem Akku auch für unterwegs. Nur die Lesegewohnheiten muß man etwas umstellen - mit einem Gewicht von 1,45 Kilogramm ist es nicht für alle Lesehaltungen geeignet, und wer mehr als 5 Stunden am Stück liest, sollte eine Steckdose in der Nähe haben. Laut SoftBook-Press-Chef James Sachs ist die neuartige Lese-Methode billiger als herkömmliche Bücher. Zur Zeit gibt es bei SoftBook mehrere hundert Bestseller-Titel sowie Tausende von Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln. Copyright-Verletzungen, das große Problem bei der Verbreitung von geistigem Eigentum über das Netz, haben die Verleger laut Sachs aufgrund der SoftBook-eigenen Verschlüsselungstechnik nicht zu befürchten.

Das SoftBook kostete 1998 rund 300 Dollar.

Rocket eBook
Rocketbook ist ein digitales Buch, das so leicht (ca. 600 Gramm), so groß und einfach zu lesen sein soll wie ein klassisches Buch. Es bietet verschiedene Vorteile: Der Leser kann

seine eigene kleine Bibliothek mit sich herumtragen, bis zu 4.000 Text- und Grafikseiten speichern. nach bestimmten Wörtern suchen sowie bearbeiten - etwa Anmerkungen einfügen, markieren oder Lesezeichen setzen. Der Leser kann per Knopfdruck im elektronischen Buch blättern, das ein Wörterbuch enthält und das Einstellen verschieden großer Zeichensätze erlaubt. Außerdem ermöglicht das System die sichere und schnelle Distribution übers Internet. Der Ladevorgang wird etwa zwei bis fünf Minuten dauern. Das Sharp-Display des Rocket eBooks soll besonders augenschonend sein und sich für alle Lichtverhältnisse eignen. Bei eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung hat die Batterie eine Lebensdauer von 17 Stunden. Viele namhafte Verlage zeigen großes Interesse:

http://www.nuvomedia.com/html/productindex.html http://www.rocket-ebook.de/

Deutsche Premiere hatte das Rocket eBook auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 1998: Nach seinem erfolgreichen Start in den USA soll das neuartige Buch- und Vertriebssystem von NuvoMedia Ende 1998 auch in Deutschland auf den Markt kommen - zum Preis von 800 DM verkauft werden soll. Die Bücher sollen zu Preisen zwischen 30 DM und 40 DM verkauft werden.

Im Juni 2000 kann das Rocket eBook dann auch wirklich in Deutschland gekauft werden. Dazu wurde ein "attraktives Paket" geschnürt, das Interessenten den Einstieg in das Digitale Zeitalter des Lesens denkbar einfach machen soll. Das erste deutsche Rocket eBook Pro ist

mit 16 MB Speicher ausgestattet und kann bis zu 50 RocketEditions laden. Lesezeichen setzen, Volltextsuche, Unterstreichungen und eine Pop-Up-Wörterbuch-Funktion gehören zu den Möglichkeiten des Lesens mit dem Rocket eBook.

EveryBook (Dezember 1998)
Vergeßt SoftBook und Rocket eBook - das "erste echte elektronische Buch" ist der EveryBook Dedicated Reader. Das behauptet jedenfalls sein Hersteller EveryBook. Das neue Gerät ähnelt einem "richtigen" Buch am stärksten. Im Gegensatz zu den anderen elektronischen Büchern besitzt es nicht ein, sondern zwei Displays, die sich zum Lesen wie ein Buch aufklappen lassen und nicht einfach nur Text darstellen können, sondern mehr dem Layout des Originals folgen - mit Bildern, in Farbe und mit einer sehr hohen Auflösung. Der Electronic Reader ist zunächst für professionelle Anwender - etwa Ärzte, Anwälte, Architekten oder Vertriebsleute - konzipiert. Auch mit seinem Preis von 1500 Dollar fällt er in eine andere Kategorie als seine Konkurrenten. Im Herbst 1999 soll jedoch der sogenannte Dedicated Reader für Studenten zum Preis von 1000 Dollar auf den Markt kommen. Und für den Sommer 2000 ist eine kleinere 500-Dollar-Variante für den privaten Gebrauch geplant.




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