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Displaylist

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:50:28
Referenzen: http://www.glossar.de/
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Technik zur Beschleunigung der grafischen Darstellung bei CAD-Systemen.

In einer CAD-Zeichnungs-Datei wird jedes Element durch beschreibende Einträge abgelegt (im folgenden Bild auf dem linke Klemmbrett). Im Fall eines Dreiviertelkreises sind das die x- und y-Koordinaten des Kreismittelpunktes, der Radius sowie Anfangs- und Endwinkel. (Über die Winkel wird festgelegt, wo der Kreisbogen beginnt und wo er endet.) Wie zu jedem anderen Element werden natürlich noch weitere Werte wie Farbe, Linienart, Linienstärke und Abstand u.a. abgespeichert; diese Werte sind aber in diesem Zusammenhang nicht so interessant. Auf dem Bildschirm wird derselbe Dreiviertelkreis durch viele gerade Linien beschrieben (siehe Vektoren auf dem rechten Klemmbrett).

Was passiert nun, wenn der Bildschirm neu aufgebaut wird (z.B. durch die Bildschirmsteuerung)?

Normalerweise - d. h. ohne Displaylist - muß der Kreisbogen vom CAD-Programm für den aktuellen Bildschirmausschnitt neu konstruiert werden: es müssen mit relativ hohem Berechnungsaufwand auf der Basis des aktuellen Bildschirmmaßstabes, des Bogenfaktors und natürlich der Kreisdaten, die in der Zeichnungsdatei stehen, die Anfangs- und Endkoordinaten der vielen Vektoren berechnet werden, die den Kreis darstellen (im folgenden Bild das linke Klemmbrett). Welch ein Pech, wenn dann ein Teil des Bogens oder der ganze Bogen im aktuellen Bildschirmausschnitt nicht sichtbar ist - dann war alle Berechnung umsonst.
Arbeitet man mit Displaylist-Unterstützung, werden die Vektoren, die die Elemente der Zeichnungsdatei auf dem Bildschirm (Display) sichtbar machen, in einer separaten Datei (Liste) verwaltet (im folgenden Bild das rechte Klemmbrett). Läßt man jetzt mit Displaylist-Unterstützung den Bildschirm neu aufbauen, dann wird die Bildschirmdarstellung direkt und ohne aufwendige Berechnungen über die fertig berechneten Vektoren "in den Bildschirm gepumpt".
Auf dem Weg von der Liste zum Bildschirm können diese Vektoren sogar in einem gewissen Rahmen manipuliert werden: durch Dehn- bzw. Stauchfaktoren entstehen größere bzw. kleinere Darstellungsmaßstäbe, durch Verschiebungsparameter (Offset) läßt sich das Bild auf dem Bildschirm verschieben. Gesteuert werden diese Funktionen in der Regel mit derselben Bildschirmsteuerung, die auch verwendet wird, wenn man ohne Displaylist arbeitet.
Schnell wird der Bildschirmaufbau mit Hilfe der Displaylist auch deshalb, weil die Displaylist-Routinen die Vektoren, die gar nicht im aktuellen Bildschirmausschnitt liegen, übergehen kann. Der Bildschirmaufbau wird also nicht durch Vektoren, die zur Zeit außerhalb der einsehbaren Zeichenfläche liegen und deshalb unwichtig sind, gebremst.




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