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DHCP

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:50:17
Referenzen: http://www.glossar.de/
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Abkürzung für "Dynamic Host Configuration Protocol" • Das DHCP weist den angeschlossenen PCs (Clients) aus einem festgelegten Bereich von IP-Adressen automatisch IP-Adressen zu und spart so viel Konfigurationsarbeit bei größeren Netzen. Neben einer IP-Adressen erhält ein Client auch zusätzliche Informationen, etwa die Adresse des Gateways (Routers) und die Adresse eines zuständigen Name-Servers (DNS).

Das TCP/IP ist ein beliebtes, aber oftmals auch ein schwer zu konfigurierendes Protokoll. In großen Netzen - speziell im Internet - haben Administratoren mit der Vergabe von IP-Adressen zu kämpfen, weil des öfteren Teilnehmer (Clients) umziehen, ausscheiden oder hinzukommen. Um die Adreßvergabe und Parametereinstellung zentral verwalten zu können, hat die Internet Engineering Task Force (IETF) das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) entworfen, das drei Verfahren anbietet:

Bei der automatischen Adreßvergabe wählt der DHCP-Server für den Rechner bei der ersten Anmeldung eine beliebige, aber dauerhafte IP-Nummer aus. Die dynamische Verfahrensweise vergibt bei jedem Login eines Rechners beliebige, temporäre IP-Kennungen. Benötigt der Client die Adresse nicht mehr, gibt er sie zurück. Der DHCP-Server kann sie dann einem anderen Rechner zuteilen. Schließlich erlaubt die manuelle Konfiguration dem Administrator, einem Rechner explizit eine bestimmte IP-Adresse zuzuweisen. DHCP wird in diesem Fall nur als Transportmedium verwendet. Microsoft lieferte eine der ersten kommerziellen Implementationen mit Windows NT 3.51 aus. Für OS/2 und natürlich diverse Unix-Versionen sind ebenfalls entsprechende Server und Clients verfügbar. Neben der einfacheren Konfiguration der Clients und der Möglichkeit, mobilen Rechner problemlos in unterschiedlichen Netzen zu betreiben, lassen sich in einem DHCP-Netz Fehler einfacher lokalisieren, da die Konfiguration des Netzes, geht es um die Adressen, primär von der Konfiguration des DHCP-Servers abhängt. Außerdem lassen sich unter Umständen Adreßbereiche effektiver nutzen - schließlich ist es nur zu oft so, daß keineswegs alle Hosts gleichzeitig im Netz aktiv sind, so daß je nach Bedarf IP-Adressen nacheinander an verschiedene Hosts vergeben werden können.

DHCP stellt übrigens eine Erweiterung und Weiterentwicklung des Bootstrap Protocols (BOOTP) dar, das vor allem für die Anbindung von Diskless Workstations an ein TCP/IP-Netz verwandt wurde, um ihnen beim Start eine IP-Adresse zuzuweisen.




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