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CeBIT

Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 01-01-2002, 21:49:21
Referenzen: Internet-Summary - Die Begriffe rund ums Netz" von Eckart Holziner. Das Medienbüro Wien.
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Mit 7.892 Ausstellern, davon mehr als 2.900 aus dem Ausland, und einer Nettoausstellungsfläche von über 417.000 Quadratmetern unterstrich die CeBIT auch im Jahr 2000 ihre Solistenrolle im Konzert der weltweiten I+K-Messen. Innerhalb weniger Jahre hat sie sich von einem Angebotsschwerpunkt der "Hannover Messe" zur größten Messe der Welt und zur internationalen Leitmesse für Informationstechnik, Telekommunikation und Büroautomation entwickelt.



Seit 1986 Jahren treffen sich Anbieter und Anwender der Informations- und Telekommunikations-Branche aus aller Welt jedes Jahr im Frühjahr in Hannover auf der CeBIT. Ihrem Debüt am 12. März 1986 war eine langwierige und schwierige Entscheidungsfindung vorausgegangen. Denn die DV-Industrie war zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil der Hannover Messe geworden und hatte wesentlich zum einzigartigen Stellenwert dieser weltweit größten Investitionsgütermesse beigetragen. Immer mehr zogen die DV-Aussteller neben den Experten auch Tausende von Nicht-Fachleuten in ihren Bann.



Schon Ende der 50er Jahre war die noch unter der Bezeichnung Büroindustrie zusammengefasste Branche auf den dritten Platz aller auf der Hannover Messe ausstellenden Industriezweige vorgerückt. Und im Zuge der fortschreitenden Elektronisierung sorgte sie auf dem jährlichen Industrietreff vor allem in den 60er Jahren für zahlreiche Highlights. So stellte Heinz Nixdorf, der spätere Vorzeigeunternehmer der deutschen DV-Branche schlechthin, 1965 in Hannover erstmals seinen legendären Universalrechner 820 vor.



1970 unterstrich die Deutsche Messe AG mit der neugebauten Halle 1 am Eingang Nord des Messegeländes die Bedeutung dieses Industriesegments für die Hannover Messe. Es entstand ein mächtiges Gebäude, bestehend aus drei unterschiedlichen Nutzungsebenen:
  • einer Garage im Tiefgeschoss mit Parkplätzen für rund 2.000 Aussteller,
  • einer Bruttoausstellungsfläche von 70.300 Quadratmetern im Erdgeschoss und
  • einer Dachebene mit 750 kleinen Fertighäusern, auch Trelemente genannt.


984 wurde die "Halle 1" als "weltgrößte ebenerdige Messehalle" ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.
 

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1970: CeBIT - "Centrum der Büro- und Informationstechnik"



Mit der neuen Halle erhielt der Ausstellungsschwerpunkt Büroindustrie auch einen neuen Namen: CeBIT - "Centrum der Büro- und Informationstechnik". Er hatte sich im Ausstellerbeirat mit knapper Mehrheit gegenüber der Bezeichnung CeBOT - "Centrum für Büro- und Organisationstechnik" nicht zuletzt auch deshalb durchgesetzt, weil die zweite Silbe BIT für die kleinste und wichtigste Einheit eines Computers steht und man damit die zunehmende Bedeutung der elektronischen Datenverarbeitung hervorheben wollte. Tatsächlich drehten sich in den 70er und noch mehr in den 80er Jahren, als die PC-Hersteller die Hannover Messe stürmten, die meisten Gespräche um Bit und Byte.



Dass sich die DV-Branche aber in immer mehr Teilsegmente mit immer neuen Unternehmen ausdehnen und von zum Teil enormen Wachstumsschüben geprägt sein würde, konnte bei der Einweihung der CeBIT-Halle 1970 niemand vorausahnen. Schnell waren die Platzkapazitäten der riesigen Halle 1 erschöpft. Deshalb stellte die Deutsche Messe AG Ende der 70er Jahre den DV-Ausstellern zusätzlich die Hallen 2 und 18 sowie Anfang der 80er Jahre die Halle 3 zur Verfügung. Dies war aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn immer mehr DV- und Software-Anbieter, ganz zu schweigen von den neu aufkommenden PC-Herstellern, wollten die CeBIT im Rahmen der Hannover Messe als Präsentationsplattform nutzen. Aus dem einstigen "Centrum für Büro- und Informationstechnik" war das "Welt-Centrum für Büro-, Informations- und Kommunikationstechnik" geworden.



Dennoch blieb für viele ausstellungswillige DV-Anbieter das Tor zur CeBIT verschlossen, weil ihnen die Deutsche Messe AG keine Standfläche mehr zur Verfügung stellen konnte. Schon 1980 verzeichnete die Messegesellschaft für den Bereich Informations- und Kommunikationstechnik, der nach Ausstellerzahlen mittlerweile den zweiten Platz nach der Elektrotechnik einnahm, den größten Nachfragestau und die längste Warteliste und konnte trotz Hinzunahme der zusätzlichen Hallen kaum Abhilfe schaffen. Auch den Wünschen der teilnehmenden Unternehmen nach mehr Ausstellungsfläche war nicht mehr nachzukommen. Ein Messesplit schien unvermeidlich.



Tatsächlich gab die Deutsche Messe AG im November 1984 bekannt, von 1986 an jährlich eine Hannover Messe CeBIT im März und eine Hannover Messe Industrie vier Wochen später im April zu veranstalten. Leicht gemacht hatte sich die Messegesellschaft diese Entscheidung nicht. Ihr gingen monatelange Gespräche mit Vorständen und Geschäftsführern der maßgeblichen Ausstellerverbände und der Industrie voraus. Schwerpunkte dieser Diskussionen waren die Einschätzung der Marktsituation und die Abwägung des Risikopotentials. Die wichtigste Frage war: "Was geschieht, wenn wir nichts tun?"



1985 stellte die letzte einheitliche Hannover Messe eindrucksvoll unter Beweis, wie nötig die Zellteilung war. Gegenüber 1970 hatte sich die Zahl der IT-Aussteller auf 1.300 verdoppelt, und 870 Unternehmen standen auf der Warteliste. Die vermietete Fläche war um das Zweieinhalbfache auf 130.600 Quadratmeter gestiegen, und gar fast um das Fünffache - auf 293.000 Besucher - hatte die Zahl der Interessenten zugelegt, die sich über das Neueste in diesem Bereich informierten. Mit den zur Hannover Messe 1985 insgesamt gezählten knapp 7.000 Ausstellern und mehr als 800.000 Besuchern stieß man deutlich an die Kapazitätsgrenzen.



Der Beschluss, die büro-, informations- und kommunikationstechnische Industrie in eine eigenständige Messe auszugliedern, war dennoch keineswegs unumstritten. Auf der Hannover Messe 1985 avancierte diese Abkoppelung zum Messethema Nummer 1, und in der IT-Branche selbst diskutierte man noch bis kurz vor der ersten eigenständigen CeBIT vehement über das Für und Wider des Messesplits. Während die Befürworter vor allem die erweiterte Ausstellungsfläche und die besseren Rahmenbedingungen als Vorteile ins Feld führten, machten die Gegner der Befürchtung Luft, dass eine eigenständige CeBIT ohne industrielles Umfeld an Attraktivität einbüßen werde.
  




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