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Amiga-Betriebssystem

Bei diesem Artikel dreht sich alles um eine kurze Geschichte des Amiga-Betriebssystems.


Autor: Peter Hillebrand (Petrus)
Datum: 30-08-2003, 21:43:35
Referenzen: keine
Schwierigkeit: Anfänger
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Rating: 7.5 (2x bewertet)

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Das Betriebssystem des Amiga

wurde von Comodore entwickelt, am 23.07.1985 in New York vorgestellt und mit dem Amiga 1000 erstmals verkauft. Das OS wurde damals schon mit einer grafischen Oberfläche und Maus ausgeliefert, bei WINDOWS gab es eine vergleichbare Benutzeroberfläche erst Jahre später. Der Amiga unterstütze von Anfang an Sound und Grafiken. Zu dieser Zeit war das purer Luxus. Die Vorteile besteht darin, dass es sehr kompakt ist. Das komplette Betriebssystem wird in einen 0,5MB-ROM gebrannt und im Amiga fest installiert. Die Software wird mit den ROM(´s) auf Disketten oder CD´s mitgeliefert und die können von dort aus gestartet werden. Eine Installation ist nicht erforderlich aber möglich und dem Komfort wegen zu empfehlen. Zudem sind Programme und andere Files öffentliches Eigentum und somit für alle Amiga Benutzer kostenlos aus dem WWW erhältlich.

Das Amiga Betriebssystem ist seit dem ersten Tag an, wegen der verwendeten Motorola-Mikroprozessoren der 680x0-Reihe, ein 32-Bit Betriebssystem. Diese Prozessoren bieten den Programmierern viele Möglichkeiten Software zu optimieren, da diese eine große Anzahl an internen, allgemein verwendbare Register besitzt. Das OS ist zum grossen Teil in C geschrieben, zeitkritische Teile in Assembler. Für die meisten Programmiersprachen sind Compilerpakete erhältlich.

Folgende Versionen sind seit 1985 erschienen:
  • OS 1.0: Entwickler Version
  • OS 1.1: 1985 Vorgestellte Version für den A1000
  • OS 1.2: Verbesserte Version für A1000 und A500
  • OS 1.3: Verbesserte Version für A500 und A2000
  • OS 2.0: Neue Version mit geänderten Speicheradressen im ROM für A500+ und A600
  • OS 2.1: Version mit der Möglichkeit mehrere Sprachen zu betreiben für A3000
  • OS 3.0: Auf OS 2.x aufbauende Version mit der Möglichkeit 265 Farben darzustellen
  • OS 3.1: Verbesserte Version mit neuem File-System für CD-Laufwerk. Wurde bei A1200, A1300, A1400, A1500, A4000 und Comodore CD32 eingesetzt
  • OS 3.5: Erneut verbesserte Version mit geänderter Grafik. Unterstützt Festplatten über 4GB
  • OS 3.9: Version mit neuen Treibern (MP3, Movie Player)
  • OS 4.0: Neueste Version
Systemanforderung

Die Anforderungen, die AmigaOS an das System stellt, sind erstaunlich gering. Es ist erstaunlich effektiv, was die Nutzung von Speicher und Rechenzeit angeht. 512KB freier Speicher und einen 68000 Prozessor benötigen die Versionen 1.0 bis 3.1. Ab 3.5 sind 6MB RAM, Festplatte, CD- ROM und ein 68020 Prozessor erforderlich.

Anwendungsmöglichkeiten des Betriebssystem
  • Büroanwendung: Ja richtig gelesen, auch mit dem Amiga ist es möglich in einem Textverarbeitungsprogramm Briefe und ähnliches zu verfassen. Tabellenkalkulationen sowie Datenbank, Steuerprogramme und einfache Lagerverwaltungen sind für den Amiga kein Problem.
  • Multimedia: Der Amiga ist durch seine schnelle Grafik und Soundeigenschaften gut für Grafik, Musik und Videobearbeitung verwendbar.
  • Spielen: Der Amiga ist nicht um sonst als Spielcomputer verschrien! Zurecht, er eignet(e) sich einwandfrei zum zocken, da seine Grafik und Soundstärken wie dafür geschaffen sind.
  • Internet: Für Internet und Mailboxzugang gibt es leistungsstarke Programme. Der Download erfolgt über eine Form des FDP.
  • Programmieren: Programmiersprachen wie: Basic, Pascal, Modula, Logo und natürlich auch C sowie C++ wurden für den Amiga Implementiert.
  • AmigaOS auf anderen Rechnern: Das Benutzen von AmigaOS auf anderen Rechnern sind nur durch Emulatoren möglich. Das heißt durch eine Emulations-Hard oder Software wird diejenige Software dazu gebracht, auf einem System zu laufen, für dieses es nicht programmiert wurde. Emulieren ist auf PC, MAC, Atari und anderen möglich.
  • Netzwerk: Auch das Vernetzen von Amiga-Rechnern ist durch das OS machbar. TCP/IP, NOVELL, Apple Talk, DECNet und verschiedene Peer-2-Peer-Netzwerke werden angeboten.
Das Schicksal von Amiga

Der erste Konkurs wurde Ende der 80er Jahre gemeldet und von Comodore übernommen, was dann dem PC die Möglichkeit gab den Amiga Rechner auf bzw. zu überholen. Nachdem Comodore 1994 Konkurs angemeldet hatte stand es schlecht um Amiga. Allein durch die große Fangemeinde und freiwillige Programmierer wurde es am Leben erhalten. Die ESCOM AG kaufte im April 1995 dann die Rechte an Commodore für lediglich 10 Millionen DM auf. Commodore bezahlte 1984 alleine für die Amiga Corp. $27.100.000!

AMIGA, Inc. gibt 2000 bekannt, dass es nur noch eine Software-Firma sei. Der Deutsche Sitz von AMIGA, Inc. wurde mittlerweile aufgegeben um Kosten zu sparen. Heute arbeiten nur noch wenige Fans und Freaks auf dem Amiga, obwohl er seit 1994 nicht mehr weiter entwickelt wurde.


Clyde
Junior-Member
Beitrag vom:
17-11-2008, 23:59:10

OS 4.1

Mittlerweile ist ja OS 4.1 erschienen, welches ein wesentlich größeres Update ist als die Versionsnummer zu erkennen gibt. Von daher könnte man diesen Artikel eigentlich erweitern (und wenn es nur um den Eintrag OS4.1 in der Liste ist).

Danke und weiter so!

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Science Fiction wie Star Trek ist nicht nur Unterhaltung, sondern erfüllt auch einen ernsten Zweck: Sie erweitert die menschliche Vorstellungskraft. - S. Hawking


D-Fred
Professonial
Beitrag vom:
01-09-2003, 16:59:07

hm...

Ich hab auch noch son Teil! Vielleicht sollte ich es nochmal ausprobieren ;D Ansonsten guter Artikel!!!

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