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Alternativen zu Windows

Inzwischen wird wieder mehr über Betriebssysteme gesprochen. Lange Zeit waren Betriebssysteme der Firma Microsoft die einzigen mit einer nennenswerten Verbreitung. Aber es gibt inzwischen durchaus Alternativen.


Autor: Martin Heinlin (maanhe)
Datum: 12-08-2003, 21:37:36
Referenzen: keine
Schwierigkeit: Anfänger
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Rating: 7 (7x bewertet)

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Linux

Zu den bekanntesten Alternativen zu Windows gehört Linux. Linux hat gegenüber Windows den großen Vorteil das es kostenlos heruntergeladen werden kann. Wer allerdings noch nie mit Linux gearbeitet hat sollte sich lieber eine so genannte Distribution besorgen. In Deutschland wird besonders gerne auf die SUSE-Distribution zurückgegriffen. Eine Linux-Distribution enthält in der Regel ein ausführliches Handbuch und mehrere CDs bzw. eine DVD mit dem Betriebssystem und jeder Menge Software. Aktuelle Distributionen lassen sich inzwischen relativ leicht installieren. Absolute Computer-Anfänger sollten sich denoch von einem Profi helfen lassen.

Was kann ich mit Linux anfangen

Mit Linux installiert man in der Regel auch gleich eine grafische Benutzeroberfläche die der von Windows ähnelt. In dieser finden sich bei einer Standardinstallation in der Regel schon sehr viele Programme zum Beispiel Office-Anwendungen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, ...), einige kleinere Spiele wie zum Beispiel Tetris und Entwicklersoftware. Linux ist von Hause aus ein Betriebssystem das sich besonders gut für Netzwerkbetrieb eignet. Dementsprechend viele Programme gibt es für das Surfen im Internet, E-Mail, zum chatten oder aber auch zum Aufbau eines eigenen Servers.

Was geht mit Linux (noch) nicht

Linux eigenet sich noch nicht so gut für Spiele. Das liegt aber weniger an der Leistungsfähigkeit des Systems, sondern daran das sich die Spieleentwickler fast nur auf Windows und die Konsolen konzentrieren. Zwar gibt es für Linux einen Windowsemulator (WINE) der es ermöglicht Windows-Spiele spielen zu können, allerdings erreicht dieser bisher nicht die Performance von MS-Windows, wodurch die meisten aktuellen Spiele zwar laufen, aber meist nur sehr ruckelig oder in einer schlechten Auflösung.

Wer sich für das Spielen unter Linux interessiert, dem sei folgender Link empfohlen: www.holarse.net.

BeOS, OpenBeOS, Zeta, Blue Eyed OS, ...

BeOS gibt es eigendlich gar nicht mehr, aber nur eigentlich. Die Firma Be entwickelte Ende des letzten Jahrtausends ein völlig neues Betriebssystem das extrem leistungfähig war. Leider wurde dies von kaum einem erkannt. Durch viele Fehlentscheidungen im Management kam schließlich das Aus. Be wurde schließlich von Palm aufgekauft, die seither Teile des Betriebssysteme für Ihre Handhelds verwenden.

Kurz vor dem Verkauf von Be an die Firma Palm bildeten sich vielen Fan-Projekte. Zu den wichtigsten gehört OpenBeOS. Die Entwicklergemeinschaft versucht das Betriebssystem nach zu programmieren und den Code frei verfügbar zu machen. Einige Teile des Projektes können bereits im Original-BeOS verwendet werden. So gibt es inzwischen wieder verstärkt neue Treiber.

Es gibt aber auch eine kommerzielle Weiterentwicklung des Systems und zwar aus Deutschland. Die Firma YellowTAB erwarb von Be den Quellcode des Systems und entwickelt es weiter. Das System soll in den nächsten Wochen unter dem Namen Zeta erscheinen.

Die Firma Be stellte mit ihrer letzten kommerziellen Version ihres Betriebssystems auch eine kostenlose Version zum herunterladen zur Verfügung. Auf dieser Version basieren mehrere halblegaler Distributionen. Halblegal deshalb, weil diese Version des Betriebssystems eigentlich nur unveränderd weiter gegeben werden darf. Die Distributionen enthalten jede Menge Software und einige neue Treiber.

Was man mit BeOS machen kann:

Anfangs war BeOS vor allem für die Audio- und Videobearbeitung gedacht. Das System ist für diese Anwendungsgebiete optimiert und bietet in diesem Bereich die beste Performance. Mit Office-Anwendungen sieht es dagegen rar aus, verfügbar ist zum einen Gobe Productive und zum anderen AbiWord. Beide können im Vergleich mit MS-Office oder OpenOffice in keinster Weise mithalten. Bei den Funktionen sind die beiden Programme um Jahre hinterher. Es gibt aber ein Lichtblick OpenOffice! OpenOffice wird derzeit auf BeOS portiert. Besonders viele Programme gibt es für die Grafikverarbeitung. In diesem Bereich gibt es auch sehr viele Neuentwicklungen, sowohl Freeware als auch kommerzielle Profisoftware.

Zum Thema Spiele. BeOS hat einen großen Nachteil. Das System wurde nicht für Hardware-OpenGL fit gemacht. Das System wurde dadurch für potenzielle Spieleentwickler uninteressant, da es bei aufwendigen Spielen sehr schnell ins stocken geriet. Zeta soll diesen Mangel endlich beheben, spätestens mit der Version 1.1. Dennoch gibt es einige einfachere Spiele, die z.B. auf www.beosspiele.de zu finden sind.

Ein Grund warum ich BeOS treu bleibe ist auch die nette und übersichtliche Community, in den Foren von www.beusergroup.de oder www.beosonline.de werden Fragen meist schnell und kompetent beantwortet, bei www.bezip.de oder www.bebits.com gibt es so ziemlich jede Software und auf vielen anderen Seiten gibt es gute Tipps. Mit Technoids (www.technoids.tk) gibt es sogar eine kostenlose Fan-Zeitschrift im PDF-Format.

Weitere Alternativen

Natürlich waren das jetzt noch längst nicht alle Windows-Alternativen. Erwähnenswert wäre zum Beispiel noch QNX, einem Echtzeitbetriebssystem das sich aber eher für Profis und Spezialanwendungen eigenet. Desweiteren gibt es noch FreeBSD das im Bereich Linux/Unix angesiedelt ist.


paedubucher
Professonial
Beitrag vom:
14-06-2006, 22:27:57

@ serprime

Ich glaube, du hast keinen Fehler gemacht ;-) Das ganze ist korrekt formuliert.
Weitere Informationen zum "Namensstreit": http://de.wikipedia.org/wiki/GNU/Linux-Namensstreit

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serprime
Rookie
Beitrag vom:
17-05-2006, 16:49:03

gnu

vorallem wäre zu linux noch zu sagen, dass linux im prinzip nur der kernel ist, und in verbindung mit diversen programmen (darunter die prgs von GNU) ein OS entsteht.

Das GNU-Projekt ist hierbei eine wichtige Komponente: Es wurde gegründet von Richard Stallman.

Kostenlos ist hierbei auch nicht vollständig. FREI wäre schon passender. Programme die unter der GNU-GPL (GNU General Public License) veröffentlicht werden sind nicht nur kostenlos, man kann sie auch frei verändern, hat also zugang zum Source-Code, und kann die veränderte Version weiterverbreiten.

Ein 'kostenloses' Linux hat darum auch den Namen 'GNU / Linux'.
Linux alleine wäre eigentlich falsch. Umgangssprachlich wird jedoch kaum das GNU verwendet.

Einen Kritikpunkt hätte ich noch: Soweit ich weiss, ist eine Distribution eine Zusammenstellung aus eben Kernel u. div. Programme (wie graf. Oberfläche, office-prgs, internet-prgs, ...) die meistens auch zum kostenlosen download verfügbar sind.
Wenn man eine Distribution im Laden kauft, sind meistens Zusatzprogramme, Benutzerhandbuch ua. zusätzlich dabei. Der Preis wird hierbei auch meistens nicht durch das OS selbst sondern eben durch die zusätzlichen Handbücher etc. bestimmt.

ich hoffe keine Fehler gemacht zu haben. wenn doch, bitte sofort melden.

serprime

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maanhe
Senior Member
Beitrag vom:
26-12-2003, 19:58:22

Linux ist kostenlos, aber ...

Linux kann kostenlos aus dem Internet herunter geladen werden. Die meisten Distributoren stellen ihr Linux auf der eigenen Website zum Download bereit, aber auch auf verschiedenen Portalen wie z.B. T-Online gibt es einige Linux Distr.: http://download.t-online.de/kategorien.phtml?kat=766 Allerdings sind die Distributionen nicht gerade klein, für Leute ohne Flatrate lohnt sich der Download kaum. Bei den Kaufversionen ist in aller Regel auch ein ausführliches Handbuch dabei.

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dreamer
Expert
Beitrag vom:
26-12-2003, 14:32:00

Ist Linux eigentlich kostenlos? Und wenn ja, wo kann man das eigentlich bekommen?

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