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CPU Steckplätze

Beschreibung der Sockel und Slots von den verschiedenen Prozessoren.


Autor: Jakob Walter (Xabbel)
Datum: 21-02-2003, 18:52:08
Referenzen: www.google.de
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Einleitung

Da die Prozessorsteckplätze als Schnittstelle zwischen CPU und System eine große Rolle spielen, sollen diese hier auch erwähnt werden. Nahezu jeder neue Prozessor, der auf den Markt kommt, bringt auch einen neuen Steckplatz mit sich. Im folgenden sollen die gängigsten, als auch die kommenden Steckplätze betrachtet werden.

Sockel 7

Die schnellste CPU für den Sockel 7 ist AMDs K6-III mit 400 MHz. Weiterhin einsetzbar sind noch der K6-2 (266 - 400 MHz), der 6x86MX von Cyrix (PR 300 und PR 333), IDTs C6 (200 MHz) und W2 (200 MHz) sowie Intels Pentium MMX (200 und 233 MHz). Alle diese Prozessoren werden nicht mehr produziert. Der Sockel 7 ist ein ZIF-Sockel mit 321 Kontakten. Die Chipsätze kommen von Intel (FX, HX, VX, TX) und unterstützen 66 MHz Systemtakt, die anderen von ALI (Aladdin IV Plus oder SIS 5591) 83 MHz. Sockel-7-CPUs lassen sich sehr gut übertakten und sind recht preiswert. Da aber weder CPUs noch Platinen mehr produziert werden, hat der Sockel 7 überhaupt keine Zukunft.

Sockel Super 7

Hierfür gibt es auch echt viele CPUs, z.B.: K6-2 (300 - 533 MHz), Cyrix (MII, PR 333 und 366) und IDT (W2A, 266 und 300 MHz - beide nicht mehr im Handel erhältlich). Aber auch der neue K6-2+ (ab 500 MHz) sowie der K6-III+ werden in diesen Sockel passen. Optisch gleicht der Sockel Super 7 dem Sockel 7. Er besitzt ebenfalls 321 Kontakte, ist aber für 100 MHz Systemtakt spezifiziert. Da AMD jedoch schon 2000 auf den Sockel A umgestigen ist, hat dieser Sockel bereits ebenfalls ausgedient.

Slot A

Für den Slot A, der ein von AMD selbstentwickelter Steckplatz ist, gibt es nur den Athlon - allerdings in vielen Versionen mit unterschiedlichen Taktraten (von 500 bis 1000 MHz). Der Slot A unterstützt bereits 200 MHz Systemtakt und ist sogar für 400 Mhz ausgelegt. Da sowohl AMDs Thunderbird als auch Mustang als Slot-A-Modelle gefertigt werden sollen.

Sockel A

Der Sockel A ist der zweite Sockel welcher von AMD entwickelt wurde, er löst den Slot A ab. Der Sockel A unterstützt wie sein kleiner Bruder (Slot A) Raten von 200Mhz bis 400 Mhz Systemtakt, welche aber durch den passenden Mainboardchip bisher noch nicht erreicht werden. Zur Zeit werden die Athlon XP Prozessoren mit einem Systemtakt von 133 bzw. 266 Mhz getaktet. Auf dem Sockel A finden alle aktuellen Prozessoren von AMD Platz. Da wären: der Duron, der AMD-K7 (B/C), auch bekannt unter dem Namen Thunderbird, der Athlon sowie der Athlon XP.

Sockel 8

Dieser Sockel war nur für den Pentium Pro konzipiert, welcher schon seit Anfang 1998 nicht mehr produziert wird. Der Sockel 8 ist ein ZIF-Sockel mit 387 Kontakten. Wie auch die CPUs kamen die Chipsätze nur von Intel: 440FX und 450KX/GX. Aufgrund seiner Multiprozessorfähigkeit, früher die ideale Server-CPU, ist der Pentium Pro heute völlig überholt. Da es weder CPUs noch Hauptplatinen im Handel mehr gibt, ist der Sockel 8 wie auch sein Nachfolger, der Slot 1, schon fast ausgestorben.

Slot 1

Im Slot finden CPUs mit 242 Pins Verwendung, etwa Pentium II (ab 350 MHz) und Pentium III (mit sowohl Katmai- als auch Coppermine-Kern ab 450 MHz) im SECC(-2)-Gehäuse oder die etwas selteneren Slot-1-Celerons (266 - 433 MHz) im SEPP-Gehäuse. Da es auch eine Vielzahl Slot-1-Hauptplatinen gibt und man sehr viele verschiedene Prozessoren zur Auswahl hat, erreicht man ein hohes Maß an Kompatibilität. Allerdings favorisiert Intel den Sockel 370 FC-PGA. Darum wurden nur etwa 5% aller Pentium-III-CPUs für den Slot 1 gefertigt.

Slot 2

Der Slot 2 ist nur für Intels Pentium III Xeon konzipiert. Die meisten der angebotenen Slot-2-Platinen bieten Mehrprozessorbetrieb und haben einen SCSI- und/oder LAN-Controller. Der Slot 2 besitzt 330 Kontakte. Die Chipsätze gibt es nur von Intel: 440GX und 450NX (beide für 100 MHz Systemtakt) und 840 (133 MHz). Nachfolger des Xeon werden der 'Foster' oder der 'Itanium'; beide kommen in verschiedenen Sockeln zum Einsatz.

Sockel 370

Hier gibt es nur die PPGA-Celerons von Intel zwischen 400 und 533 MHz. Der Sockel hat 370 Kontakte und ist für PPGA-CPUs mit 66 MHz Systemtakt und 2,0 Volt Kernspannung konzipiert.

Sockel 370 FC-PGA

Der Sockel für CPUs im FC-PGA-Gehäuse hat 370 Kontakte und gleicht optisch dem Sockel 370, ist aber anders beschaltet. Chipsätze gibts von Intel (440BX, 810, SIS 630, 810E und 820) sowie von VIA (Apollo Pro 133 und 133A). Auf diesem Sockel werden die PIII und Celeron CPUs gesetzt. Aber auch VIA´s 'Joshua' und der Ende 2000 erscheinende 'Samuel' passen in den Sockel 370 FC-PGA.

Sockel 478 MPGA

Auf dem Sockel 478 MPGA werden die neuen Pentium 4 Prozessoren von Intel gesetzt. Der P4 war zuerst in 1,4 und 1,5 Ghz erhältlich. Später sollen laut Intel auch bis zu 5Ghz Prozessoren auf diesem Sockel gesetzt werden können. Der Sockel hat im Vergleich zum Pentium III Sockel 53 Pins mehr. Der Front-Side-Bus des Pentium 4 wird mit 4x100 MHz betrieben. Der Datencache(L1) ist mit 8 KByte sehr klein ausgefallen. Dafür können Prozessorkern und L2-Cache (256 kByte) gleichzeitig darauf zugreifen. Pro Takt werden 4 Datenwörter (quad pumped) zwischen Prozessor und Northbridge übertragen. Dadurch kommt man auf eine theoretische Datenrate von 3,2 GByte/s.


dreamer
Expert
Beitrag vom:
13-07-2007, 20:50:44

Solche Artikel braucht IT-Academy!!!

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Jolle
Rookie
Beitrag vom:
02-05-2004, 11:42:16

Echt gut - nur leider etwas veraltet - würde mich über ein Update freuen... :-)

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picard
Professonial
Beitrag vom:
22-02-2003, 19:00:48

Cooler Artikel!

Ich hab versucht es ein wenig zu aktualisieren, aber vielleicht bist Du besser auf dem neuesten Stand und könntest es aktualisieren ;-)

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