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Die Geschichte des Prozessors

Chronologische Entwicklung von Prozessoren bis heute zusammengefasst


Autor: Jakob Walter (Xabbel)
Datum: 05-02-2003, 21:31:06
Referenzen: www.google.de
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1969
veröffentlichte INTEL den Prozessor Namens „4004“. Intel hatte von der Firma Busicom den Auftrag erhalten einen Chipsatz zu entwickeln welcher in Rechenmaschinen zum Einsatz kommen sollte.

1971
bringt der CPU-Hersteller INTEL dann den 4004. Eine Firma Busicom erteilt INTEL den Auftrag, einen Chipsatz für eine Rechenmaschine zu entwickeln. 1971 bringt der CPU-Hersteller INTEL den 4004 auf den Markt: der Prozessor, der über eine Datenbreite von vier Bit verfügt, wird als "erster Computer auf einem einzigen Chip" gefeiert, taktet mit 108 kHz und besitzt 2.300 Transistoren.

1974
veröffentlicht Intel den 8080 und Motorola veröffentlichen ihren 6808 Prozessor. Der Nachfolger des 4004 ist der 8080. Es ist ein 8-Bit-Prozessor welcher 6000 Transistoren hat und mit 2 MHz Taktfrequenz betrieben wird. Er wird hauptsächlich als Steuer- und Regelinstrument in Maschinen der Fertigungsindustrie zum Einsatz kommen. Intels Rivale Motorola präsentiert den 6808.

1975
stellt AMD den 8080A vor und Zilog den Z80

1977
bringt Apple II mit Motorola 6502

Im Jahre 1977
bringt Apple den legendären Apple II auf den Markt. Dieser Personal Computer basiert auf dem 6502-Prozessor, welcher von einem ehemaliger Motorola-Mitarbeiter entwickelt wurde.

1978
stellt Intel der Öffentlichkeit den 8086 Prozessor und NEC V20.

1979
bringt Intel den 8088 und Motorola den 68000 auf den Markt.

1981
veröffentlicht Apple LISA mit Motorola 68000 Prozessor, der erste Personal Computer (PC) erblickt das Licht der Welt, er wird mit dem INTEL 80286 bestückt.

1984
stellt Motorola die 32-Bit-CPUs 68010 und 68020 vor. Apple liefert den ersten Macintosh aus; er wird von Motorolas 68000er angetrieben. AMD präsentiert seinen ersten 286er, den Am286. Der Prozessor taktet mit 16 MHz.

1985
INTEL bringt den „80386“ Prozessor.

Das 32-Bit-Zeitalter bricht an:

1986
bringt Compaq PC`s bestückt mit Intel 80386, 80286-Rechner für mehr als 5.000 EUR auf den Markt.

1987
kommen Zilog Z280 und ISA, EISA und Microchannel auf den Markt.

1988
bringt AMD seinen 286, „80386“ will keiner kaufen.

1989
Intel 80486DX2, Motorla 68030 und 68040 werden veröffentlicht.

1991
bringt AMD den unter der Bezeichnung AM386 bekannten Prozessor auf den Hardwaremarkt: Im März präsentiert AMD seinen ersten Clone von Intels 80386DX, der auf dem Microcode von Intel basiert. Der Am386DX taktet anfangs mit 20, später mit 40 MHz. Im Juli folgt der 386SX-Clone Am386SX mit 25 MHz Takt. IBM und Intel unterzeichnen einen 10-Jahres-Vertrag zur gemeinsamen Entwicklung von Prozessoren.

1992
hier kommt der Cx486 auf den Markt.

1993
bringt Intel den „80586“, besser bekannt unter den Namen Pentium: Im März überrascht Intel die Konkurrenz: um den Clonern eins auszuwischen, benennt Intel seinen neuen Prozessor Chip nicht mehr einfach nach eine Zahlenreinfolge - 80586, sondern Pentium. Diese Bezeichnung lässt sich - im Gegensatz zu einer Zahl - warenrechtlich schützen. Der neue Prozessor wird anfangs in 5-Volt-Technik gefertigt. Er ist softwarekompatibel zu seinen Vorgängern, diesen jedoch haushoch überlegen: mit einer Strukturbreite von anfangs 0,8 später 0,35 Mikron, lässt sich die Zahl der Transistoren auf über 3,1 Millionen steigern. Der Pentium Prozessor wird anfangs mit 60 oder 66 MHz betrieben und passt in den Sockel 4 (273 Pins). Neu ist, dass der Prozessor in einem Taktzyklus zwei Befehle ausführen kann. Der Datenzugriff wird durch zwei interne 8 KB große Caches beschleunigt: Der eine speichert die jeweils aktuellen Befehle, der andere die Daten. Hinzu kommt, dass der externe Datenbus zum Hauptspeicher jetzt 64 Bit breit ist. Vor allem im Fließkommabereich wurde der Pentium verbessert. Er ist dort dreimal so schnell wie ein 486er. Im April präsentiert AMD weitere 486DX-Clones. Auch Cyrix kommt mit neuen 80486-CPUs, die Pin-kompatibel zu Intels 486SX und 386SX sind.

1994
erblickten folgende Prozessoren das Licht der Welt: Pentium 100 von Intel, Cx486 DX2 von Cyrix, Nx586 und der 486 DX4 von Intel.

1995
kommt der Pentium 133 und PENTIUM PRO von Intel sowie der Nx586 180 und Cyrix 6x86 "M12" auf den Markt.

1996
wird der Pentium 200 von Intel, der K5 von AMD und der 6x86 PR200+ von Cyrix veröffentlicht.

1997
wird der Pentium MMX (Intel), der K6 (AMD), PENTIUM II 300 wieder einmal Intel, "M2" von Cyrix, sowie der Tillamook Prozessor vorgestellt.

1998
von Intel kommt der Pentium II 450 Mhz außerdem führt Intel einen kleinen Pentium Prozessor Namens Celeron ein welcher hauptsächlich auf dem „Low cost Markt“ Fuß fassen soll, Power-PC kommt mit 1000 Mhz und Intel wirft den Xeon Prozessor auf den Markt. Was der Celeron für den „Low cost Markt“ also den Einsteiger-Markt ist, ist der Xeon für den Servermarkt. Er sollte den Pentium Pro ablösen und im Servermarkt für frischen Wind sorgen, der immer noch in festen Händen einiger Spezialhersteller war. Intel möchte vor allem die Anwender von Sun-, SGI, IBM- und HP-Workstations für sich gewinnen. Der erste Xeon ist intern aufgebaut wie der Pentium II-Kern, er hat jedoch im Gegensatz zum Pentium II-Kern einem bis zu 8 MB großen L2-Cache. Der Arbeitstakt des Caches läuft mit vollem Prozessortakt. Der Pentium II und der Pentium Pro sind sich in Grundstruktur sehr ähnlich. Die wesentlichen Unterschiede sind, das der Pentium II einen größeren L1-Cache und die MMX-Erweiterung hat. Dazu kommt noch, dass der L2-Cache von der CPU getrennt ist, weshalb die Daten beim Pentium II zwischen der CPU und dem L2-Cache nur mit halber Prozessorgeschwindigkeit ausgetauscht werden.

1999
erblickt der Pentium III von Intel, der K6-III und Athlon von AMD, der G4-PowerPC und der Coppermine sowie der Itanium von Intel das Licht der Welt.

2000
kommt AMD mit dem uns bekannten und zur Zeit aktuellen Athlon und Duron und Intel mit PentimIII und Celeron. Die Taktrate der Prozessoren reicht nun bis hoch zu der magischen Grenze von 1-Gigahertz.

Im Jahr 2001
veröffentlicht Intel den Pentium 4 mit bis zu 2 Ghz und AMD den Athlon XP mit bis zu 1,9Ghz.

Die Zukunft 2001 bis ins Jahr X:
am 3. Dezember 2001 gibt AMD bekannt einen neuen Transistor entwickelt zu haben. Bei diesem neuen Transistor handelt es sich um einen Complementary Metal Oxide Halbleiter (CMOS), er erreicht die schnellste Schaltgeschwindigkeit welche je in der Halbleiterindustrie gemessen wurde. Der Baustein wurde in 0,015µ (µ = Mikrometer) gefertigt (Athlon XP liegt bei 0,18µ) und ist ein Prototyp für Transistoren welche in den zukünftigen Generation von AMD Prozessoren zu Einsatz kommen soll. Die Transistoren werden mit 0,8 Volt betrieben und erreichen eine Geschwindigkeit von 3,33 Billionen Schaltungen pro Sekunde. Am 5. Dezember 2001 verkündet AMD bereits einen 3,3 Thz (3300 Ghz) Prozessor an. Dieses Taktrate will AMD in Zukunft erreichen, jedoch steht noch kein Zeitpunkt für dieses Ziel fest. Es wird zur Zeit Vermutet, dass AMD mit dieser Presse Meldung nur der Meldung von Intel entgegentreten wollte, welche wenige Tage zuvor einen Prozessor mit 20Ghz ankündigten. Man muss da zu sagen: Beide Meldungen beruhen lediglich auf theoretischen Erkenntnissen (auf dem Papier) – wie und ob diese Ziele in der Praxis letzt endlich zu verwirklichen sein werden steht noch in den Sternen.

Interessante Links:

Golem.de: IDF: Many-Core - Prozessoren mit dutzenden Kernen


ensoniq2k
Junior-Member
Beitrag vom:
22-07-2004, 16:24:11

Du könntest mehr zu den einzelnen CPU's schreiben, wurden sie aus irgendwelchen Gründen berühmt oder hatten sie probleme, nicht einfach nur wie sie hiessen, was sie konnten interessiert mich viel mehr, bei vielen (nicht allen!) fehlt diese Info

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