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Windows 98 - Tipps & Tricks

Sicher umsteigen auf Windows 98.


Autor: Peter Hillebrand (Petrus)
Datum: 10-09-2002, 09:19:10
Referenzen: keine
Schwierigkeit: Anfänger
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Rating: 4.25 (4x bewertet)

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Einleitung

Eine Software installieren ist heute in der Regel keine große Sache mehr: Setup-Programm starten, ein paar Dialoge beantworten, fertig. Etwas anders liegt da die Sache bei einem Betriebssystem wie Windows 98.
Zwar gibt es ebenfalls eine Setup-Routine, die im Grunde die ganze Arbeit ausführt, doch ist bei der Installation eines Betriebssystems der gesamte PC betroffen. Vorüberlegungen sind nötig, um vorhandene Daten zu schützen. Die richtige Strategie spart zusätzliche Arbeitsschritte. Die passende Konfiguration gibt den letzten Schliff.

Die Vorüberlegung

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Der Wechsel zu Windows 98 ist unter Umständen gravierender als der zu Windows 95. Dann nämlich, wenn auf das neue, bessere Dateisystem FAT32 umgestellt werden soll. Trotz Konvertierungsprogramm von Microsoft ist es in vielen Fällen sinnvoll, die Festplatte neu aufzuteilen (partitionieren). Das setzt aber voraus, dass man die Daten auf der Festplatte vorher sichert.

Die Installation

Ist die Setup-Routine einmal gestartet, führt ein Assistent den Anwender durch die nötigen Schritte und holt wichtige Informationen ein. Zum Beispiel fragt er, ob das bestehende Betriebssystem gesichert werden soll. Gibt der Anwender grünes Licht für diese Option, legt das Programm ein Backup des vorhandenen Betriebssystems an. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, es später wiederherzustellen, sollte Windows 98 Probleme bereiten. Nach erfolgreicher Installation bleibt noch das Anpassen der Möglichkeiten. Zusätzliche Funktionen, wie beispielsweise die Unterstützung eines zweiten Monitors kann man aufsetzen, wenn das Basissystem problemlos arbeitet.

Die schlechte Nachricht zuerst: Wenn Sie hoffen, durch die Installation von Windows 98 über einem vermurksten Windows 95 ein System zu erhalten, das einwandfrei läuft, irren Sie sich. Denn Windows 98 übernimmt ohne Gnade veraltete Treiber, eine fehlerhafte Registrierung und angeschlagene Startdateien. Doch mit ein paar Kniffen können Sie das vorhandene Windows 95 soweit präparieren, dass einem sanften Update auf das neue 98er nichts mehr im Wege steht.

Eigentlich ist es ja ganz einfach: Die Update-CD ins Laufwerk legen, im Explorer die Datei "Setup.exe" aufrufen und dann den Anweisungen am Bildschirm folgen. So geht es zwar, problemlos aber wahrscheinlich nicht - und von sicher keine Spur.

Vor dem großen Augenblick sollten Sie mit ein paar Handgriffen das Windows-95-System auf Vordermann bringen. Überprüfen Sie die Einstellungen der Startdateien CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT. Hier sind oft ältere 16-Bit-Treiber zu finden. Der Windows-Editor "Sysedit.exe" verschafft Ihnen Überblick über die Startdateien. Werfen Sie - soweit möglich - den Ballast der DOS-Welt hinaus. Auch sollten Sie sicherheitshalber speicherresidente Programme wie Virenscanner vor der Installation beenden und aus den Startdateien wie der AUTOEXEC.BAT löschen.

Auch der Windows-Registrierung, der zentralen Konfigurationsdatei von Windows 95, sollten Sie eine Schlankheitskur verordnen. Im Lauf der Monate haben sich dort sicherlich viele ungültige oder längst veraltete Einträge angesammelt, die die Registrierung unnötig aufblähen. Tools wie das kostenlose Regclean von Microsoft machen sich dabei nützlich. Aber auch Toolsammlungen wie die Norton Utilities 3.0 oder Cleansweep 3.x und andere Uninstaller bieten eine Option, um die Registry auszumisten.

Beim Start von Windows 95 durchsucht das Betriebssystem nicht nur den Autostart-Ordner nach zu startenden Programmen, sondern durchkämmt auch gewisse Registrierungseinträge. Je mehr Dienste und Programme beim Booten von Windows 95 gestartet werden, desto länger dauerte der Start und desto weniger Ressourcen stehen später zur Verfügung. Windows 98 würde nach einem Update diese Dienste - ob sinnvoll oder nicht - automatisch wieder starten.

Werfen Sie also vorher einen Blick in den Autostart-Ordner und entfernen notfalls Links auf Bildschirmschoner, Taskleistentools oder andere Programme, die Sie für Windows 98 nicht unbedingt benötigen. Eine Nachinstallation ist ja auch unter Windows 98 möglich.

TIP: Um die Windows-Registrierung auf Autostart-Dienste zu überprüfen, geben Sie im Start/Ausführen-Dialog "Regedit.exe" ein. Im gestarteten Registrierungseditor haben Sie unter
"HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\Current-Version\Run" oder "RunOnce"
alle Dienste und Programme im Blick, die beim Start von Windows 95 automatisch aktiviert werden. Besitzer von Matrox-Grafikkarten mit älteren Treibern können auf diese Weise zum Beispiel den Start des MAG-Monitors verhindern. Windows 98 installiert für die populären Grafikkarten automatisch neue Treiber, so dass der Verzicht auf die Dienstprogramme leichtfällt. Auch bestehende Hardware-Gerätekonflikte werden meist nicht durch ein Update auf Windows 98 gelöst. Entfernen sie notfalls widerspenstige Geräte und deren Treiber über den Gerätemanager in der Systemsteuerung. In einigen Fällen bietet Windows 98 durch neue Treiber eine Lösung an.

Um den Zustand der Festplatte zu überprüfen, auf der später Windows 98 installiert werden soll, können Sie "Scandisk" starten. Allerdings untersucht das Programm beim Aufruf des Windows-98-Setup-Programms auch automatisch die Datenträger nach Fehlern und ungültigen Dateiverbindungen.

Ist ein Backup vor der Installation empfehlenswert?

Meist denkt man an ein Backup erst, wenn es auf der Festplatte gekracht hat und wichtige Daten gelöscht sind. Zwar gehen durch ein Update auf Windows 98 im Normalfall keine Daten verloren, doch empfiehlt es sich, für den Notfall eine Systemsicherung parat zu haben.

Wer auf seiner Festplatte eine ganze Partition oder mehrere hundert Megabyte frei hat, kann mit Hilfe eines Tools wie Drive Image von Powerquest das komplette Windows-95-System in einer komprimierten Datei sichern. Bei Installationsproblemen lässt sich so zumindest mit Hilfe einer Startdiskette das Image über die Bootpartition stülpen, um dann das funktionstüchtige Windows 95 oder 3.x wieder aufzuspielen.

Welche Tools brauche ich für den Notfall?

Während der Installationsprozedur von Windows 98 fordert Sie ein aufmerksamer Assistent zum Anlegen einer Startdiskette auf. Allerdings kommt diese Aufforderung zu spät. Denn man sollte bereits vor dem Ausführen des Setup-Befehls eine funktionstüchtige Bootdiskette parat haben. Das gilt vor allem dann, wenn man ein Image der Partition auf CD-ROM gebrannt hat und dies wieder einspielen will. Startbare Disketten kann man natürlich einfach über den DOS-Befehl "SYS A:" erzeugen.

Allerdings müssen Sie dann noch die wichtigen Notfallprogramme wie FDISK und FORMAT von Hand auf die Diskette kopieren. Schneller geht's in Windows 95 über die Befehlsfolge "Systemsteuerung | Software | Startdiskette". Bleibt nur ein Problem: Wie greift man beim Booten auf das IDE-CD-Laufwerk mit den Installationsdateien von der Windows-CD zu? Mit der Vollversion von Windows 98 liefert Microsoft eine Startdiskette aus, die jedoch auch mit Hilfe der Update-CD generiert werden kann. Wer sich vorher für den Notfall mit einer Bootdiskette wappnen will, sollte die Startdateien auf der Diskette um folgende Einträge ergänzen:
Die Datei CONFIG.SYS muss über die Befehle
DEVICE=HIMEM.SYS /TESTMEM:OFF
DEVICE=OAKCDROM.SYS /D:MSCD001
verfügen

Die Datei AUTOEXEC.BAT ist um den Eintrag
MSCDEX.EXE /D:MSCD001 zu erweitern.

Dabei können sie statt des Standardtreibers OAKCDROM.SYS auch einen alternativen Gerätereiber verwenden, der zu Ihrem CD-Laufwerk passt. MSCDEX.EXE finden Sie in Ihrem Windows-95-Ordner oder auf der Herstellerdiskette des CD-ROM-Laufwerks. Am besten testen Sie vorab die eigene Bootdiskette auf ihre Funktionstüchtigkeit, ehe sie mit FDISK oder FORMAT Ihrem alten System den Garaus machen, um ein sauberes Windows 98 aufzuziehen.

FAT16 oder FAT32: Welches Dateisystem verwenden?

Das neue Dateisystem FAT32 bringt zwar Vorteile wie die effizientere Verwaltung des Festplattenspeichers, ist aber weder mit NT noch Windows 3.x oder einem anderen Nicht-Microsoft-Betriebssystem kompatibel. Wer direkt von Windows 3.x oder 95 das Update von Windows 98 installiert, braucht sich um das Dateisystem erst mal keine Sorgen zu machen: Die Umwandlung von FAT16 nach FAT32 geschieht nicht automatisch, sondern kann später manuell von Windows 98 (über "Start | Programme | Zubehör | Systemprogramme | Laufwerkskonvertierung") ausgeführt werden.
Das System wird daraufhin zuerst auf inkompatible Programme und Festplattenfehler überprüft. Partitionen, die kleiner als 500 Megabyte sind, lassen sich im Konverter nicht aktivieren: Eine Konvertierung bringt bei kleinen Partitionen also keine Vorteile.

Wer dagegen bisher unter FAT16 mit größeren Partitionen (über 1 Gigabyte) arbeitet, kann durch die Umwandlung nach FAT32 deutlich mehr Speicherplatz gewinnen, da mit FAT32 eine effizientere Clusterbelegung möglich ist. Um die aktuelle Belegung der Festplatte(n) zu testen, gibt es von Microsoft ein kostenloses Tool, das die Effizienz der Clusterbelegung analysiert und angibt, wieviel Speicherplatz eine Konvertierung freimachen könnte.

Microsoft hat die Laufwerkskonvertierung nur in eine Richtung ausgelegt, ein Weg von FAT32 in das kompatiblere FAT16 ist leider nicht vorgesehen. Partitionswerkzeuge wie Partition Magic 3.0 oder der PTS Partitionsmanager 2.0 bieten jedoch eine Rückwärtskonvertierung ohne Datenverlust an. Ein Backup der Daten bleibt trotzdem ratsam. Wer weder auf Windows NT noch auf andere Betriebssysteme Rücksicht nehmen muss, sollte nach Möglichkeit alle Partitionen nach FAT32 konvertieren. Den angeblichen Performance-Verlust, der durch den erhöhten Verwaltungsaufwand der kleineren Cluster bedingt ist, können Sie getrost vergessen: Davon ist selbst bei einem langsamen Pentium nichts zu merken. Und ein wenig Arbeit darf die CPU ja ruhig haben

Gibt es eine optimale Strategie zur Installation?

Kurze Wege sind eine gute Strategie. Für ein Betriebssystem bedeutet das, die wichtigen Quelldateien immer zur Hand zu haben. Spielen Sie deshalb den Inhalt des Win-98-Verzeichnisses der CD auf die Festplatte, etwa in "C:\ProgIns\Win98". Dafür benötigen Sie etwa 110 Megabyte Platz. Die Unterverzeichnisse TOUR und OLS können Sie getrost auf der CD lassen. Vorteile: Die Installation geht schneller, und bei späteren Erweiterungen (Nachinstallationen) müssen Sie nicht immer wieder die CD einlegen.

Bei den Microsoft-Betriebssystemen Windows 3.11 und Windows 95 sollten Sie beim Installieren auf jeden Fall ein Backup des vorhergehenden Systems anlegen lassen. Die Setup-Routine von Win 98 fragt danach. Das Backup dauert nur ein paar Sekunden und belegt bei Windows 3.x etwa 7, bei Windows 95 rund 50 Megabyte Plattenplatz. Mit Hilfe der Sicherung können Sie das ursprüngliche System wiederherstellen.

Läuft Windows 98 zufriedenstellend, sind die Dateien WINUNDO.DAT und WINUNDO.INI auch schnell wieder von der Festplatte geputzt. Für beide gibt es einen entsprechenden Eintrag im Installieren/Deinstallieren-Dialog, den Sie über "Start | Einstellungen | Systemsteuerung | Software | Installieren/Deinstallieren" erreichen.
Während der Installation stellt Windows 98 mehrere Konfigurationen zur Auswahl: Neben einer Standard-, Laptop- und Minimalkonfiguration steht auch eine benutzerdefinierte Installation zur Wahl. Sie empfiehlt sich besonders für diejenigen, die nur bestimmte Systemprogramme und Erweiterungen für Windows 98 einrichten wollen. Die Standardmethode geht aber am schnellsten. Komponenten kann man später problemlos in der "Systemsteuerung" im Eintrag "Software | Installieren/Deinstallieren" nachinstallieren oder entfernen.


Petrus
Senior Member
Beitrag vom:
18-09-2002, 10:02:33

Liguste, falls Du es nicht gelesen hast ist dieser Artikel fuer Anfänger, der einfach mal das Windows 98 installieren will.. Ich kenne User die haben sogar noch ältere Versionen drauf. Natürlich ist der Artikel bzw. Win98 nicht das neueste da magst Du schon recht haben. Du sprichst da als Profi zu dem Thema. Ein Anfänger - User weiss nicht mal was Linux ist, wahrscheinlich auch nicht mal was FAT32 genau bedeutet. Es gibt sicher viele möglichkeiten, aber vielleicht kann sich ein Anfänger, trotzdem ein paar Tips holen. UNd noch was Linguste, Du kannst ja gerne einen Artikel darüber veröffentlichen und vielleicht kann ich mir dann auch noch ein paar Tips von Dir holen,....

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www.bartagamen.at


Liguste
Rookie
Beitrag vom:
17-09-2002, 19:30:40

Was soll das?

Vor etwa 4 Jahren wäre dieser Bericht vielleicht interessant gewesen, heute erfüllt er nicht einmal mehr die Bedingungen einer Satire. Zudem ist er bezüglich des FAT32 Dateisystems sachlich falsch. Ich habe zumindest mit Linux überhaupt keine Probleme, auf die FAT32-Partitionen zuzugreifen.

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