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Tipps für MS-DOS

Obwohl Windows das gute alte DOS (Disc Operation System) schon ziemlich an den Rand gedrängt hat, ist es immer noch ein wichtiger Bestandteil. Deshalb hier eine Kurzvorstellung der Befehle "attrib", "copy" & "format" - unter anderem elementare Befehle.


Autor: Peter Hillebrand (Petrus)
Datum: 04-09-2002, 09:29:23
Referenzen: Keine.
Schwierigkeit: Anfänger
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Rating: 4 (5x bewertet)

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Einleitung

Obwohl MS-DOS in der heutigen Computerwelt immer weniger beachtet wird, gilt es in Abständen immer wieder, einige Befehle nicht aus den Augen zu lassen - vieles geht ja sogar viel schneller und einfacher als in Windows.

ATTRIB - Attribute lassen sich manchmal nicht einzeln zurücksetzen

Tip: Wenn Sie versuchen, die Attribute einer Datei zurückzusetzen, kann es zu einer Fehlermeldung kommen. So erhalten Sie normalerweise nach dem Versuch, eine Systemdatei von MS-DOS mit dem Befehl

ATTRIB MSDOS.SYS -H

sichtbar zu machen, die folgende Fehlermeldung: "Systemdatei C:\MSDOS.SYS wird nicht zurückgesetzt".

Ist eine Datei gleichzeitig mit den Attributen "System" und "Hidden" ("Versteckt") ausgestattet, weigert sich DOS, ein einzelnes Attribut zu verändern, und es kommt zu der entsprechenden Fehlermeldung. MS-DOS ändert diese beiden Attribute nur gemeinsam. Um die erwähnte Systemdatei sichtbar zu machen, muss also auch ihr "System"-Attribut gelöscht werden. Der Befehl müsste lauten:

ATTRIB MSDOS.SYS -H -S

Gleiches gilt auch, wenn eine Datei zusätzlich den "Nur-lesen-Status" in Form des "Read only"-Attributs besitzt. In diesem Fall müssen Sie sie zuerst von dem Zweierpack "Hidden" und "System" befreien. Erst dann oder auch gleichzeitig können Sie sich an dem "Read only"-Attribut zu schaffen machen.

Wesentlich komfortabler können Sie vor allem in solchen Fällen die Dateiattribute zum Beispiel mit dem Norton Commander manipulieren. Dieses Hilfsprogramm ermöglicht es, jedes Attribut jeder Datei einzeln zu setzen oder zu löschen.

COPY - Der Befehl COPY addiert Dateien, wenn das angegebene Zielverzeichnis nicht existiert

Tipp: Erscheint nach dem Kopieren von mehreren Dateien die Meldung "1 Datei(en) kopiert", so haben Sie vermutlich mit Platzhaltern ("?" und "*") gearbeitet und dabei nicht beachtet, dass das Zielverzeichnis nicht existiert. So werden zum Beispiel nach dem Kommando

COPY *.BAT BATCHDAT

alle Dateien mit der Endung "BAT" in das Verzeichnis "BATCHDAT" kopiert, wenn dieses existiert, oder anderenfalls nacheinander in die neu angelegte Datei "BATCHDAT" geschrieben.

Der DOS-Befehl COPY fragt nämlich nicht nach, ob die Dateien in ein Verzeichnis, das neu angelegt werden müsste, kopiert oder in eine einzige Datei zusammengefasst werden sollen. Um dadurch entstehenden "Missverständnissen" vorzubeugen, stellen Sie vor solchen Kopiervorgängen entweder sicher, dass das Zielverzeichnis auch wirklich existiert, oder verwenden anstelle von COPY den Befehl XCOPY.
Das MS-DOS-Kommando XCOPY erkennt im Gegensatz zu COPY, wenn ein Kopierbefehl nicht eindeutig ist. Deshalb fragt XCOPY etwa bei dem zuvor genannten Beispiel nach, ob es alle Stapeldateien in ein neues Verzeichnis kopieren oder zu einer Datei zusammenfassen soll. Somit können beim Einsatz von XCOPY keine Missverständnisse auftreten.

Drucker - Bildschirminhalt auf dem Drucker ausgeben

Tip: Unter MS-DOS können Sie mit der Tastenkombination [Shift] [Druck] den Inhalt des Bildschirms auf dem Drucker ausgeben. Damit die Seite auch ausgeworfen wird, müssen Sie normalerweise nach einem solchen "Screenshot" die Formfeed- oder Auswurf-Taste drücken; denn die DOS-Funktion zur Ausgabe des Bildschirminhalts sendet kein Formfeed-Kommando an den Drucker. Somit können Sie zwar mehrere Bildschirmausdrucke auf einer Seite unterbringen, wollen Sie allerdings nur ein Bild ausgeben, so müssen Sie bei dem Auswurf der Seite Geburtshelfer spielen.

Es gibt aber auch eine andere Methode, den Blattauswurf beim Drucker zu veranlassen. Dazu muß das Zeichen "^L" an den Drucker geschickt werden. Das erreichen Sie mit dem Kommando "ECHO ^L > LPT1:" Nachdem Sie diesen Befehl abgeschickt haben, wirft der Drucker die Seite aus.

FORMAT - Quickformatierung von MSBACKUP-Disketten

Tip: Wenn Sie versuchen, eine mit dem DOS-Utility MSBACKUP oder der Windows-3.x-Variante MWBACKUP beschriebene Diskette mit dem Parameter "/Q" zu formatieren, erhalten Sie die untenstehende Fehlermeldung. Denn MS-DOS legt normalerweise eine sogenannte MIRROR-Datei an, in der sich alle nötigen Informationen befinden, um eine irrtümliche Formatierung rückgängig zu machen und die Daten der Diskette wiederherzustellen.

Da MSBACKUP Disketten vollständig beschreibt, bleibt kein Platz mehr übrig, um eine MIRROR-Bilddatei anzulegen. Dies kann auch bei anderen Disketten passieren, deren Kapazität durch die darauf befindlichen Daten völlig ausgeschöpft ist. In beiden Fällen erscheint die warnende Fehlermeldung. Betätigen Sie die Taste [J], so wird die Diskette formatiert, ohne Rettungsinformationen in Form einer MIRROR-Datei auf ihr zu speichern.

Diese Meldung können Sie aber auch mit der Option "/U" verhindern. Der Befehl

FORMAT A: /Q /U

zum Beispiel formatiert eine Diskette in Laufwerk A: mit der Quick-Methode und legt keine MIRROR-Datei an.


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