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Das Kommando fdisk

fdisk wird erklaert und richtlinien zur plattenaufteilung werden besprochen.


Autor: Franz Schaefer (mond)
Datum: 23-01-2002, 19:37:54
Referenzen: man fdisk
Schwierigkeit: Fortgeschrittene
Ansichten: 5759x
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Übersicht

hat man sich fuer eine distribution entschieden ist der eigentliche
installationsvorgang relativ leicht. mit bootbarer CD oder diskette kommt
man relativ leicht menuegefuehrt ans ziel.

sollte mla etwas nicht ganz so gut klappen hat man immer die moeglichkeit
schon waehrend des installationsvorganges auf einer shell selbst hand
anzulegen.

wichtiger schritt bei der installation ist die plattenaufteilung. in
welche partitionen zerteilt man die festplatte? wie gross sollen diese
sein?

um die aufteilung anzusehen oder zu aendern kann man das programm fdisk
oder cfdisk verwenden. ich will hier das linux fdisk erklaeren.

ohne partitionierung waere die festplatte ein einziges grosses blockdevice
(theoretisch koennte man auch damit arbeiten.. ist aber nicht zu empfehlen
selbst wenn man eh nur eine grosse partition haben will sollte man die
platte partitionieren.)

die partitioniereungstabelle steht auf einem der ersten sektoren der
platte und es gibt eine von allen betriebsytemen anerkannte konvention wie
diese auszusehen hat. (d.h. auch windows, BSD, etc.. ) koennen mit dieser
aufteilung arbeiten. so kann man mehrere betriebsystem auf einer platte
installieren.


fdisk /dev/hda

wuerde die partitionierung der ersten IDE platte auf einem linux system
bearbeiten. (ist ungefaehrlich aufzurufen SOLANGE man NICHT "w" fuer
"write" eingibt sondern immer mit "q" fuer quit austeigt)

die namen der festplatten sind wie folgt:

master am 1. IDE kabel /dev/hda
slave am 1. IDE kabel /dev/hdb
master am 2. IDE kabel /dev/hdc
slave am 2. IDE kabel /dev/hdd

1. scsi disk im system /dev/sda
naechste scsi disk /dev/sdb
...

(andere unixe bennenen die partitionen zum teil etwas anders. freebsd z.b.
IDE: /dev/ad0 ... SCSI: /dev/sd0 ... )


jede platte kann lt. partitiontable konvention in 4 primaere partitionen
geteipt werden: z.b.:

/dev/hda1 fuer die 1ste partition (freebsd: /dev/ad0s1 )
/dev/hda2 fuer die 2te partition .. etc..

man kann eine der 4 zu einer "extended" partition erklaeren und innerhalb
dieser extended weitere partition ("logische partitionen") anlegen. diese
werden im linux z.b. dann z.b. /dev/hda5 /dev/hda6 ... usw genannt.

wie kann man die partitionen nun bearbeiten?

ist man im fdisk drinnen gibt es folgende moeglichkeiten:

m ... zeigt hilfemenue.
p ... gibt die tabelle aus.
q ... beendet OHNE irgend welche aenderungen auf die partition table zu
schreiben.

n ... legt eine neue partition an
d ... loescht eine partition
t ... setzt den typ einer partition.
a ... markiert eine partition als "bootbar"
l ... gibt eine liste aller partitionstypen aus. fuer linux benoetigt man:
82... linux swap partition. 83... normale linux partition.

w ... schreibt die gemachten aenderungen zurueck auf die partition table und
beendet fdisk. VORSICHT!

das aendern der partition table zerstoert alle daten auf allen partitions
die geaendert wurden. vorsicht! als anfaenger sollte man sowas also nur
auf leeren platten machen.

wie teilt man nun seine platte am besten auf?

bei sehr grossen platten empiehlt sich: eine kleine (etwa 100MB )
partition am anfang der platte: aeltere computer (BIOS) haben sonst
eventuell schwierigkeiten von der platte zu booten.

fuer die / partiton verwendet man heutzutage sowas in der groessenordnung
von 2 bis 6 gig ) manche leute legen gerne ihr /usr oder /var oder /tmp
verzeichniss in eigene partitonen. in diesem falle sollte man aber /usr
und /var keinesfalls zu klein machen.. in den meisten faellen ist es
einfacher alles vom system in einer partition zu haben.

will man mit mehren verschiedenen systemen experimentieren ist es unter
umstaenden praktisch wenn man eine eigen partition fuer /home macht damit
kann man das /home von allen versionen aus mounten.

swap macht man i.a. etwa 1 bis 2 mal so gross wie der eingebaute RAM
speicher.

was macht man mit dem rest der platte? ueblicherweise eine grosse
partition und die unter einem eigenen namen mounte. z.b. /space

dort hat man dann platz fuer extra grosse sachen die man sich z.b. mit
symlinks dorthin linken kann wo man sie wirklich braucht..

BSD braucht nur eine einzige partition mit fdisk. diese kann man dann mit
einem programm namens "disklabel" weiter unterteilen.

soll ein system doual boot mit windows sein geht man am besten do vor:

* neues sytem: man partioniert mit DOS/windows fdisk eine kleine windows
partition und laest den rest der platte unbenutz. dann installiert man
windows drauf. dann partitionieren mit linux fdisk (die bestehende
windows partition dabei nicht veraendern sondern nur im freien platz am
ende der platte neue partitionen hinzufuegen. ) linux installieren.

* bestehendes windows system: backup machen!! wichtig!!. mit FIPS oder dem
komerziellen partition magic die windows partition verkleinern. rest wie
oben. einfacher und sicherere: fuer linux eine neue platte einbauen die
man dann gefahrlos fuer linux partitionieren kann.

der naechste schritt nach der partitionierung ist es in der leeren
partition ein neues filesystem anzulegen.

mkfs.ext2 /dev/hdaX

wuerde ein neues ext2 filesytem anlegen

mkswap /dev/hdaY

wuerde die partition als swap initialisieren.

VORSICHT: mkfs und mkswap LOESCHEN die besagte partition. d.h. sehr genau
nachdenken ob man eh die richtige partition initalisiert.

nach dem mkfs kann man die partition schon mit dem mount befehl irgendwo
hin mounten. im neuen system wird man sie auch in die /etc/fstab eintragen
wollen.


EXERCISES:

* schau dir mit fdisk die aufteilung aller von deinem system verwendeten
partitionen an. (vorsicht: nix umaendern. nix zurueckschreiben)

_______________________________________________
CD ist ein service von SILVER SERVER
der inhalt unterliegt der GFDL
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