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Macintosh

Was kann dieses Betriebssystems? Manche lieben es, manche hassen es. Was kann es wirklich? Die Antwort finden Sie hier


Autor: Arnold Willerner (willemer)
Datum: 01-04-2002, 09:15:25
Referenzen: http://www.willemer.de/informatik/index.htm
Schwierigkeit: Fortgeschrittene
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Laufwerke

Laufwerke sind nicht wie bei MS-DOS durch fortlaufende Buchstaben gekennzeichnet. Vielmehr erhält jedes Medium einen Namen. Unter diesem Namen ist der Inhalt der Platte sofort zugreifbar, sobald das Icon auf dem Bildschirm steht.

Disketten

Mit dem Einlegen der Diskette legt der Mac ein Icon auf dem Desktop an. Sollte der Mac die Diskette nicht erkennen können, erscheint ein Dialog, in dem der Anwender gefragt wird, was mit der Diskette passieren soll. Dabei kann er das Volume löschen (unter anderen Systemen formatieren genannt) oder wieder auswerfen. Das Auswerfen der Diskette erfolgt nicht per Auswurfknopf am Laufwerk. Einen solchen gibt es auf dem Mac nicht, sondern dadurch, dass man das Disk-Icon auf den Papierkorb zieht. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass das System immer weiss, wenn die Diskette entfernt werden soll und damit auch ein Caching der Disketten möglich ist.

Fremdformate

Seit System 7 entsteht beim Einlegen einer PC-Diskette ein Icon, über das man sie genauso bearbeiten kann wie Mac-Disketten. Auch das Formatieren von PC-Disketten funktioniert genauso wie man Mac-Disketten formatiert. Vor dem Start des Volume löschen kann man als Format 1,4MB-Disketten angeben.

Das andere Format, das der Mac von Haus aus kennt ist ProDOS. Dies ist ein Betriebssystem des alten Apple II. Man braucht für dieses Gerät dann wiederum eine 3,5"-Diskette, die m.W. nur der //c+ und der IIgs haben.

SCSI

Bei allen Macs seit dem Mac Plus gibt es einen SCSI-Anschluss. Erst mit dem iMac fehlt dieser Anschluss. Fast alle 68k-Macs haben auch eine SCSI-Platte als eingebaute Platte. Leider sind nicht einfach alle SCSI-Platten und CD-ROMs direkt am Mac lauffähig. Der Mac prüft die ID der angeschlossenen Geräte und unterstützt nur diejenigen, die von Apple vertrieben werden. Dies sichert auf der einen Seite zwar Apple Hardware-Aufträge und beschneidet zunächst die Freiheit des Anwenders, hat aber den Vorteil, dass man alles, was man bei Apple kauft auch ohne grosse Kenntnis einfach zusammenstecken kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein laufendes System dabei herauskommt ist jedenfalls recht hoch.

Mac-Festplatten

Nicht jede SCSI-Platte kann in einen Mac eingebaut werden. Der Mac wird nur die Typen formatieren, die Apple selbst verwendet. Es gibt allerdings Fremdsoftware, die genau dies ermöglicht. Es gibt ferner ein A/UX-Formatierer, der mit jede Platte formatiert und der auch unter MacOS läuft. Bevor man also eine Platte kauft, sollte man wissen, wie man sie zum Laufen bekommt.

Ab dem Performa 630 baut Apple IDE-Platten ein. Inwieweit hier eine zusätzliche Software erforderlich ist, weiss ich nicht. Meine Platte hat mein Mac sofort anstandslos formatiert.

CD-ROM

Auch hier erkennt der Mac nur die von Apple abgesegneten Laufwerke und auch hier gibt es Fremdhersteller, die die Lücke schliessen. Es gibt aber auch Erfolge, wenn man mit dem ResEdit in den Ressourcen der CD-Treiber den Namen eines nahen Verwandten des benötigten Laufwerks so abändert, dass das eigene Laufwerk beim Booten erkannt wird.

ZIP-Laufwerke

Die ZIP-Laufwerke mit SCSI-Anschluss kommen mit einem Treiber-Medium für den Mac und den PC. Bei der Erstinstallation wird der Betriebssystemteil, der nicht gebraucht wird, entsorgt. Aber man kann leicht ein PC-ZIP zum Laufen bekommen, da es die Treiber-Software kostenlos im Internet gibt. Auch ohne diese Software kann man mit Mt.Everywhere oder ähnlichen Programmen eine Mac-formatierte Disk mounten und dann bearbeiten.

Dateien auf dem Mac: Ressource und Daten

Dateien auf dem Mac haben zwei Äste. Der eine enthält die Daten der Datei. Der enthält die Ressourcen. Bei einem ausführbaren Programm stehen hier die Beschreibung des Menüs, der Dialoge und Fenster. Bei Datendateien wird hier hinterlegt, welches Programm die Datei erzeugt hat und welchen Typs sie ist. Für jede Kennung ist 4-Byte vorgesehen.

Ressourcen können mit dem Programm ResEdit bearbeitet werden. Dieses wird von Apple zur Verfügung gestellt.

Packprogramme

Dateien mit der Endung sit stammen von StuffIt
Dateien mit der Endung cpt stammen von CompactPro
Dateien mit der Endung sea sind selbstentpackende Dateien
Dateien mit der Endung hqx sind ASCII-Dateien, die wie bei UUENCODE zur Übertragung digitaler Daten über DFÜ gedacht sind.

Datenaustausch mit dem PC

Der Macintosh kann PC-Disketten lesen. Allerdings fehlen PC-Disketten der Ressource-Teil der Dateien. Man muss PC-Dateien also sagen, welche Programme für ihre Bearbeitung zuständig bzw. zugelassen sind.

System 6 verwendet man das Programm "Datei konvertieren". Ab System 7 ist das Programm PC Exchange in das Betriebssystem integriert. Dabei wird in einer Tabelle festgelegt, welche Endungen zu welchen Programmen gehören.

Um Ressourcen auch auf Filesystemen ablegen zu können, die einen Ressource-Ast nicht kennen, wurde das BinHex-Format definiert. Insbesondere, wenn Daten per DFÜ transportiert werden, kommt man daran nicht vorbei.

Modem

Kabel vom Mac zum Modem:

Mac MINI DIN-8 Stecker -------- RS-232 DB-25 Stecker
    HSKo 1 -------- 20 DTR und 4 RTS
    HSKi 2 -------- 5 CTS
    TxD- 3 -------- 2 TxD
    RxD+,GND 8,4 -------- 7 GND
    RxD- 5 -------- 3 RxD
    GPi 7 -------- 8 DCD
6 TxD+ ist nicht belegt. Die Abschirmung unbedingt auch verbinden.

Die Schaltung aus den Mac FAQ von Markus Fritze übernommen.

Sonstiges

Macintosh Tastatur

Name Aussehen
Option wie eine Weiche
Command Rechteck mit Kreisen an den Ecken

Icons durcheinander

Wenn die Icons mal etwas durcheinander wirken oder nicht mehr angezeigt werden, ist vermutlich die internet Schreibtischdatei defekt. Durch Drücken der Tasten Command + Option beim Booten baut sich die Schreibtischdatei neu auf.

Nützliche Software

Zum Archivieren und Suchen von Dateien auf Disketten und CDs gibt es das Programm CD-Finder.

Macintosh im Netz

Der Mac hatte schon lange bevor andere Hersteller auf diesen Gedanken kamen, die Möglichkeit, eine Peer To Peer Netzwerk aufzubauen.

Hardware

Der Druckerport

Das einfachste Netzwerk kann man erzeugen, indem man ein Druckerkabel in die Druckeranschlüsse zweier Macs steckt. Auf dieser Basis kann man bereits eine AppleTalk-Verbindung aufbauen und Daten austauschen. Die Geschwindigkeit ist zwar nicht so rasant wie bei Ethernet, aber es ist eine effiziente Methode, schnell mal ein paar Daten auszutauschen. Mit etwas mehr Hardware kann man mehrere Mac zusammenkoppeln. Dabei werden Knoten verwendet, die mit einem Telefondraht untereinander verbunden werden und jeweils einen Abschlusswiderstand am Ende haben. Die Knoten werden an der Druckerschnittstelle des Macs angeschlossen. Mit dieser Methode kann man bereits einen Drucker teilen und mehrere Macs in ein kleines Peer To Peer Netz setzen.

Ethernet

Für die meisten Macs gibt es Ethernetkarten. Aufgrund der unterschiedlichen Bussysteme muss man allerdings darauf achten, dass die Karte auch an das eigene Gerät passt. Da Ethernet auch für andere Plattformen verfügbar sind, kann man so einen Mac auch in ein heterogenes Netzwerk integrieren. LINUX kann AppleTalk oder genauer EtherTalk, wenn man die entsprechenden Optionen anwählt. Windows NT soll es auch können, ich habe es allerdings bislang noch nicht ausprobiert und kann dazu wenig sagen.

Protokolle

AppleTalk

AppleTalk ist das Heimatprotokoll der Macs. Jeder Mac-Benutzer kann festlegen, welche Ressourcen er im Netz anbieten will. Auch auf jedem Mac kann eine Anzahl von Benutzern angelegt werden. Es kann eingeschränkt werden, welcher Benutzer Rechte auf dem lokalen System erhät. über das Accessory "Verbinden" kann eine Liste aller Server erlangt werden. Bei Anwahl des Servers erscheint eine Liste der Ressourcen, die der Rechner freigegeben hat. Daraus kann man etwas aussuchen und es erscheint ein Icon dafür auf dem Desktop, das sich ähnlich wie ein Laufwerk verhält.

EtherTalk

EtherTalk ist eigentlich AppleTalk auf einem anderem Medium, nämlich Ethernet. Es ist das gleiche nur wesentlich schneller. Ausserdem ist es so möglich mit anderen Systemen zu kommunizieren.

TCP/IP

Das Protokoll MacTCP kann frei bei Apple bezogen werden. In den neueren Betriebssystemversionen (ab ca. 7.5) gibt es OpenTransport, das auch TCP/IP enthält und MacTCP ablösen soll. Beiden fehlen die Anwendungsprogramme, so dass man allein mit dem Protokoll wenig anfangen kann. Viele Anwendungen sind aber als Free- oder Shareware günstig zu bekommen. Standardmässig geht das TCP/IP des Mac davon aus, dass ein Nummernserver zur Verfügung steht. Man muss im Dialog explizit angeben, dass man die TCP/IP-Nummer selbst festlegen will. Konsequenterweise erwartet der Mac dann auch einen Nameserver. Ist ein solcher nicht verfügbar, kann eine hosts-Datei angelegt werden. Das Format entspricht allerdings nicht der /etc/hosts unter UNIX, sondern eher der Konfigurationsdatei eines Nameservers für DNS.

Macintosh Glossar

68k-Mac
Die ersten Macs wurden mit dem 68000 von Motorola ausgestattet. Die nächsten Generationen verwendeten die Prozessoren 68020, 68030 und 68040. Die neuere Generation verwendet als CPU den PowerPC von Motorola.
BinHex
Format zur Speicherung von Daten- und Ressource-Ast einer Datei zum Transport über Nicht-Mac-Systeme.
G3, G4
Dies sind PowerPC-Prozessoren der neueren Linie.
PPC, PowerMac
Der PowerMac ist ein Gerät, das statt der 68000er-Linie einen PowerPC-Prozessor verwendet. Dieser ist eine Entwicklung von Apple, IBM und Motorola. Ein PowerMac kann auch 68000er-Programme verwenden. Sie werden allerdings emuliert und laufen entsprechend langsamer als Programme, die auf den PowerPC zugeschnitten sind.
SCSI
Small Computer System Interface. Ein Standard, der auf dem Mac weite Verbreitung hat. Erst die neueren G3-Macs haben von Haus aus keinen SCSI-Anschluss mehr. Man kann ihn aber nachrüsten.
Stuff It
Packprogramm. Erzeugt Dateien mit der Endung sit.
Volume
Unter anderen Systemen wird dies filesystem oder Dateisystem genannt.
ZIP-Laufwerk
Diskettenlaufwerk mit 100 MB Kapazität.


willemer
Senior Member
Beitrag vom:
04-11-2006, 19:04:00

MacOS -> MacOS X -> UNIX

Zugegeben, der Artikel ist schon etwas älter. Damals war MacOS 9 hochaktuell. Und damals war MacOS eben noch nicht auf einer UNIX-Plattform aufgesetzt.

Arnold Willemer.

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paedubucher
Professonial
Beitrag vom:
04-11-2006, 17:07:04

Max OS/UNIX

Was deinem Artikel fehlt, ist die Aussage, dass Mac OS ein UNIX ist! Zwar deutest du im Abschnitt TCP/IP etwas dergleichen an, es ist mir aber etwas zu wenig deutlich!

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