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Wie funktioniert ein Laserdrucker

Früher waren es Nadeldrucker die spät in der Nacht lärmend die Dokumente mit nervtötender Geschwindigkeit ausgeworfen haben. Heute schießen in der gleichen Zeit halbe Doktorats-Arbeiten aus den Laserdruckern - und das auch noch leise. Hier ein Einblick in die Technik.


Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 23-01-2002, 19:27:08
Referenzen: http://www.howstuffworks.com
Schwierigkeit: Anfänger
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Rating: 6.83 (6x bewertet)

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Einleitung

Die Zeit vergeht und neue Druckertechnologien kommen. So einfach ist das. Waren es früher die Nadeldrucker und später die Tintenstrahldrucker, sind es heute Laserdrucker. Im Vergleich zu den bisherigen Technologien sind die Daten von der neuesten Druckergeneration auch beachtlich: Zwischen 12-25 Seiten pro Minute (!), tolle Qualität und auch noch sparsamer Verbrauch mit bis zu mehreren Tausend Seiten pro Tonerfüllung. Genial, was? Es stellt sich nur noch die Frage, wie das ganze funktioniert.


Ein Business-SW-Drucker von HP. (Quelle: www.hp.com)

Viele User fragen oft, wie es denn möglich sei, dass ein Laser das Papier so anbrennen könnte, dass schwarze Schrift erscheint. Für all jene, die sich bei diesen Vorstellungen eine zusätzliche Feuerversicherung abschließen: Das passiert nicht. ;)

Die Technik

Das Herzstück eines Laserdruckers ist eine große Rolle. Diese ist aus extrem lichtempfindlichem Material und wird über ein vorbeiführendes Kabel positiv geladen. Nun schreibt ein Laser, welcher über einen Spiegel reflektiert wird, das gewünschte Dokument auf diese, sich bewegende, Trommel.


Das Konzept des LaserDruckers. (Quelle: www.howstuffworks.com)

Die geschriebene Schrift ist im Gegensatz zur Rolle negativ geladen. Jetzt wird die Rolle an einem positiv geladenen Toner vorbeigeführt. Was jetzt passiert, ist lediglich die Ausnutzung eines physikalischen Gesetzes. Da sich negative und positive Teilchen anziehen, setzt sich jedes positiv-geladene Toner-Molekül auf einen negativen Platz auf der Rolle (der vorher durch den Laser hervorgerufen wurde). Der Hintergrund bleibt, da positiv geladen, unangetastet. Jetzt sind also alle Buchstaben und Grafikelemente mit Toner markiert.

Das eingezogene Papier wird in der Zwischenzeit negativ geladen. Danach wird es direkt an der Rolle vorbeigeführt. Wiederum tritt das physikalische Gesetz auf und die Tonermoleküle werden exakt auf das Papier übertragen.

Nachdem der Toner nun auf dem Papier ist, wird die Rolle an einer Lichtquelle vorbeigeführt und dadurch gelöscht. Danach tritt sie ihre Arbeit wieder an. Das Papier wird hingegen stark erhitzt. Dadurch schmilzt der Toner und "brennt" sich in der Papier ein. Daher sind auch Ausdrucke aus dem Laserdrucker immer heiß. Dies alles geschieht allerdings so schnell, dass das Papier nicht zu brennen anfangen kann.

Farblaserdrucker

Mittlerweile gibt es auch immer mehr Farblaserdrucker. Das Prinzip ist das gleiche, nur wird der Vorgang hier gleich drei mal nacheinander ausgeführt. Es werden die Farben Rot, Grün und Blau nacheinander aufgetragen. Die korrekte Mischung ermöglicht die Erzeugung von jeder Farbe auf dem Papier.


Ein Business-Farb-Drucker von HP. (Quelle: www.hp.com)



Volkmar
Rookie
Beitrag vom:
13-09-2002, 07:56:35

Streifen beim HL1030

Weil mir niemand helfen konnte oder wollte habe ich mir meine eigene Reparaturanleitung für den Drucker geschrieben und die unter http://members.tripod.de/neuvol/HL1030.htm abgelegt. Den ganzen text kann ich hier nicht einfügen, denn das ist zuviel. Wer also dieses Problem hat, sollte sich das ansehen und kann ja hier seine Meinung und Kommentar wiedergeben.

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sajos
Junior-Member
Beitrag vom:
29-06-2002, 07:57:48

Kleine Anmerkung

Man sollte noch erwähnen, dass das Papier mit dem Toner nicht so einfach erhitzt wird. Dieses wird erst im sogenannten Fuser (Heizung/Fixierer) durch 2 Rollen (Fuserroll & Hotroll) geführt und erhitzt. Diese beiden Rollen haben eine Temperatur von ca 180 Grad und fixieren dadurch erst den Toner auf dem Papier. Bei dem Farblaserdruck ist das schon richtig, dass der Vorgang dann 3 mal durchgeführt wird. 3 mal aber nur wenn man mit Postscript druckt. Mit dem PS Treiber wird der Black Toner aus allen 3 farbigen Toner gemischt. Druckt man aber mit PCL wird der Vorgang gleich 4 mal abgehandelt. Black, Cyan, Yellow und Magenta. Die Reihenfolge wie die Toner auf das Papier gebracht werden ist Druckermodellspeziefisch..

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MrTy
Rookie
Beitrag vom:
23-02-2002, 18:46:48

Nicht sehr professionell

Hallo, an und für sich nicht schlecht. Aber ein bisschen mehr Genauigkeit wäre nicht schlecht. z.B. Nicht das Papier wird negativ aufgeladen, sondern an einer negativ geladenen Leitung (Koronadraht, Koronawalze) unterhalb der Rückseite des Papieres vorbeigeführt. usw......

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onestone
Administrator
Beitrag vom:
23-01-2002, 20:01:56

Danke...

für den Einwand und verzeiht meinen Fehler! ;o) Bis bald, Martin

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Kein Problem kann so komplex sein, dass es keine Lösung dafür gibt.


Woger
Rookie
Beitrag vom:
04-01-2002, 16:53:36

Korrektur Farblaser

Ein Farblaser druckt nicht nicht mit RGB (Rot, Grün, Blau), sondern wie ein Farbtintenstrahler mit CMYK (Cyan, Mangenta, Yellow, Black). RGB wird zB. In Videoprojektoren, CRT's und TFT's verwendet. Servus, wÖGER

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