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Hinweis: Für den hier dargestellte Inhalt ist nicht der Betreiber der Plattform, sondern der jeweilige Autor verantwortlich. Falls Sie Missbrauch vermuten, bitten wir Sie, uns unter missbrauch@it-academy.cc zu kontaktieren. [Druckansicht] [Als E-Mail senden] [Kommentar verfassen] Das Abbilden von Informationsstrukturen aus der realen Welt in das relationale Schema ist ein aufwändiger Prozess. Bei grösseren Informationsstrukturen empfiehlt es sich, in mehreren Arbeitsschritten vorzugehen. Für den Entwurf hat sich das Entity Relationship (ER) Modell zum de facto Standard entwickelt. Im ER-Modell wird zwischen folgenden Komponenten unterschieden:
SymbolikUm Entitäten, Eigenschaften und Beziehungen in einem Diagramm darzustellen, wurde folgende Symbolik festgelegt: Entität
Attribut
Schlüsselattribut
Beziehung
KardinalitätenBei jeder Beziehung gilt eine bestimmte Kardinalität. Diese sagt aus, wie viele Instanzen einer Entität einer Instanz der jeweils anderen Entität zugeordnet werden können. Beispiel: Die Entitäten Mann und Kind stehen in einer Beziehung zueinander. Ein Mann kann kein, ein oder mehrere Kinder haben. Ein Kind hat aber immer nur einen einzigen Mann als Vater.
Erstellung eines ER-DiagrammsEin ER-Diagramm wird in mehreren Schritten erstellt. Dabei ist es sinnvoll nach folgendem Muster vorzugehen:
Diese Schritte werden in den folgenden Abschnitten anhand eines Beispiels näher erläutert. Es handelt sich dabei um die Abbildung eines einfachen Bestellwesens. EntitätenAls erstes werden die notwendigen Entitäten ermittelt und mit dem entsprechenden Symbol abgebildet:
Wie hier zu sehen ist, werden Entitäten immer anhand ihrer Einzahl benannt. AttributeSind alle Entitäten ermittelt, so werden ihnen die entsprechenden Eigenschaften zugewiesen. In diesen Schritt fallen sowohl Schlüssel- wie auch normale Attribute.
Eigenschaften werden immer mithilfe einer geraden Kante mit der zugehörigen Entität verbunden. BeziehungenIm dritten Schritt werden die Beziehungen zwischen den Entitäten hergestellt. Auch die Beziehungen werden mithilfe einer geraden Kante mit den zugehörigen Entitäten verbunden. Beziehungen werden von links nach rechts bzw. von oben nach unten gelesen. In diesem Beispiel bedeutet das folgendes:
Das ER-Diagramm enthält nun noch einen Fehler; will man von einem Artikel in der gleichen Bestellung mehrere Einheiten bestellen, so müsste pro Bestellung jeder Artikel mehrmals aufgeführt werden. Dieses Problem kann elegant gelöst werden, indem man der Beziehung "beinhaltet" das Attribut "Anzahl" hinzufügt. Das ER-Diagramm sieht dann schlussendlich so aus:
Auch rekursive Beziehungen sind erlaubt, dabei wird eine Entität mit zwei Kanten mit der Beziehung verbunden. KardinalitätenSind alle Entitäten mitsamt ihrer Eigenschaften ermittelt und mit Beziehungen entsprechend verknüpft, so gilt es zum Schluss noch die Kardinalitäten korrekt zu bestimmen. Das Vorgehen ist recht simpel; man geht immer von einer Entität aus (Entität A) und denkt sich "Wie viele Instanzen der Entität B können mit einer Instanz der Entität A in Beziehung stehen?". Das gleiche überlegt man sich aus der Sicht von Entität B. Das Ergebnis aus dieser Überlegung fügt man jeweils in der Nähe der Beziehungskante, direkt neben die entsprechende Entität ein. Für das verwendete Beispiel ergeben sich folgende Kardinalitäten (die Attribute wurden aus Platzgründen weggelassen):
Aus diesen Kardinalitäten ergeben sich folgende Aussagen: Beziehung macht:
Beziehung beinhaltet:
Alternative Darstellung von KardinalitätenDie hier beschriebene Methode zur Angabe der Kardinalitäten (und die Darstellung der ER-Diagramme als Gesamtes) wird als "Chen-Notation" bezeichnet. In der Praxis trifft man jedoch häufig auf eine alternative Darstellungsart für die Kardinalitäten, die sog. "Martin-Notation" (auch als "Krähenfuss-Notation" bekannt).
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Autoren:03760
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