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Organisationslehre

Dieser Artikel beschreibt die Grundlagen der Organisationslehre, enthalten sind unter anderem die Ziele der Organisation, Organigramme und die Gliederung eines Unternehmens nach verschiedenen Kriterien.


Autor: Patrick Bucher (paedubucher)
Datum: 18-05-2007, 16:20:47
Referenzen: keine
Schwierigkeit: Anfänger
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Organisation

Ziel und Zweck der Organisation sind:

  • Die Stärken der Menschen produktiv einsetzen

  • Die Schwächen der Menschen unwesentlich machen

Organisieren bedeutet:

  • Aufgaben zuteilen

  • Arbeitsabläufe zweckmässig gestalten

  • Ressourcen planen

Um etwas zu organisieren, muss man sich zunächst folgende Punkte überlegen:

  • Was gibt es zu tun?

  • Was will man tun, was ist das Ziel des Vorhabens?

  • Was sind die notwendigen Tätigkeiten dazu?

Das Vorgehen beim Organisieren kann grob in folgende Punkte unterteilt werden:

  • Sich die W-Fragen stellen (Wer, Was, Wann, Wo, Wieso)

  • Probleme aufteilen

  • Faktoren berücksichtigen, die das Vorhaben beeinflussen könnten

Aufbau der Organisation


Abbildung 1: Aufbau der Organisation

Tätigkeit einer Unternehmung

Die Tätigkeit einer Unternehmung lässt sich anhand dreier Faktoren beschreiben:

  1. Beschaffung

  2. Leistungserstellung

  3. Absatz

Hier eine Auflistung dieser Faktoren für das Beispiel 'Softwareentwicklung':

Beschaffung

Leistungserstellung

Absatz

Personal

Programmierung

Lizenzertrag

KnowHow

Verfassen der Dokumentation

Wartungsverträge

Server & Workstations

Benutzerschulung

Kundenschulung

Strom

Installation und Wartung

Zertifizierung von Kunden

Abteilung und Stelle

  • Das Personal wird in Abteilungen und Stellen organisiert

  • Eine Abteilung hat verschiedene Stellen

  • Eine Stelle ist die kleinste Organisationseinheit

    • Beschreibt die Aufgabe eines oder mehrerer Mitarbeiter

    • Jede Stelle besitzt Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung

    • Eine Stelle darf nicht mehr Aufgaben erhalten, als ihr Kompetenzen gewährt werden

    • Ansonsten kann die Stelle die Verantwortung dafür nicht übernehmen

Das Organigramm



Abbildung 2: Beispiel für ein Organigramm

In diesem Falle wäre der Dienstweg der Bestandesaufnahme (Huber) über den Einkauf (Meier) zur Unternehmensleitung. Es besteht keine direkte Kommunikation zwischen der Unternehmensleitung und den Stellen Huber oder Bucher. Die Kommunikation läuft jeweils über die Abteilungsleitung, in diesem Falle also über Herrn Meier.

Bei einer sog. „formellen Organisation“ wird diese Regel sehr streng eingehalten.

Stabstellen

Stabstellen unterstützen, beraten und entlasten Linienstellen. Eine Stabstelle hat keine Anordnungsbefugnis und kann so nicht selber entscheiden. Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Stabstellen:

  1. Allgemeine Stabstellen

    • Dienen oft als Hilfs- und Dienstleistungsstellen mehrerer Führungskräfte

    • Beispiel: Sekretärin, Assistent

  2. Spezialisierte Stabstellen

    • Verfügen über besonderes Fachwissen

    • Können Führungskräfte beeinflussen

    • „Graue Eminenz“

      • Einflussreiche Person

      • Tritt nach aussen kaum in Erscheinung

      • Zieht im Hintergrund die Fäden

Zentralstellen

Eine Zentralstelle besitzt im Gegensatz zur Stabstelle Entscheidungsbefugnis, kann jedoch nicht über untergeordnete Stellen entscheiden Sie wird dazu gebildet, um allgemeine Aufgaben zentral zu lösen (Beispiel: Rechnungs- und Personalwesen, Marketing).

Kontrollspanne

Unter dem Begriff Kontrollspanne (auch Führungs- oder Leitungsspanne) versteht man die Anzahl Mitarbeitender, die einem Vorgesetzten unterstellt sind. Bei gleichartigen Arbeiten der Untergebenen gilt die Faustregel, dass eine Kontrollspanne nicht mehr als sieben Linien- oder Stabstellen betragen sollte. Sind die Aufgaben der Untergebenen jedoch stark unterschiedlich, so sollte die Kontrollspanne zwischen zwei und vier liegen.

Im folgenden werden einige Vor- und Nachteile einer grossen Kontrollspanne dargelegt:


Aus der Sicht des Mitarbeiters

Aus der Sicht des Vorgesetzten

Vorteile

  • wenig Kontrolle

  • mehr Kompetenzen

  • kürzerer Dienstweg

  • grosse Macht

  • schnellere/einfachere Kommunikation

Nachteile

  • wenig Betreuung

  • lange Wartezeiten

  • fehlende Beziehung zum Vorgesetzten

  • weniger Lob vom Vorgesetzten

  • weniger Aufstiegsmöglichkeiten

  • viel Verwaltungsaufwand

  • mangelnde Zeit für eigene Projekte

  • wenig Kontakt zu den Mitarbeitern

Gliederung einer Organisation

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie eine Organisation gegliedert werden kann:

  1. nach Funktionen/Verrichtung

  2. nach geografischen Standpunkten

  3. nach Objekten

    1. nach Produktgruppen

    2. nach Kundengruppen

    3. Spartenorganisation

Gliedert man eine Organisation nach zwei Kriterien, so bezeichnet man die Organisation nach dem Kriterium, für welches am meisten Stellen gebildet wurden.

Gewisse Verwaltungsaufgaben können bei allen möglichen Gliederungen trotzdem noch gesamthaft von einer zentralen Stelle aus erledigt werden.

Dazu einige Beispiele:

Gliederung nach Funktion


Abbildung 3: Gliederung nach Funktion

Gliederung nach Geografie


Abbildung 4: Gilederung nach Geografie

Gliederung nach Produktgruppen


Abbildung 5: Gliederung nach Produktgruppen

Gliederung nach Kundengruppen


Abbildung 6: Gliederung nach Kundengruppen

Profitcenter

Ein Profitcenter ist ein Sonderfall einer Organisation nach Objekten. Jede Linienstelle der ersten Ebene stellt ein sog. „Profitcenter“ dar. Hinzu kommt auf der ersten Ebene eine weitere Linienstelle für die Verwaltung.

Ein Profitcenter grenzt sich klar von den anderen Profitcentern ab, es gibt keinen Ressourcenaustausch. Das Ziel eines Profitcenters ist, die einzelnen Sparten besser auf ihre Rentabilität überprüfen zu können.

Vorteile:

  • Vergleich zwischen einzelnen Produktsparten (Konkurrenz belebt den Markt)

  • Man kann die Führungskräfte der einzelnen Profictcenters zur Rechenschaft ziehen

Nachteile:

  • Doppelspurigkeit (gewisse Abteilungen existieren in jedem Profitcenter separat)

  • Interner Konkurrenzkampf verschlechtert Betriebsklima



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