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Beschädigte optische Medien

Was geschieht wenn Ihre optischen Medien ihren Geist aufgeben? Sind Sie zu reparieren und wie zeigt sich überhaupt ein Defekt eines solchen optischen Mediums?


Autor: Peter Schmitz (dav133)
Datum: 19-02-2004, 21:30:32
Referenzen: keine
Schwierigkeit: Fortgeschrittene
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Rating: 9 (2x bewertet)

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Einleitung

In den Zeiten von CD und DVD nimmt das bannen von 700MB Daten dank 52x Brenner kaum mehr als 3 Minuten in Anspruch. Es lassen sich also in kürzester Zeit gigantische Datenmengen auslagern. Doch was ist, wenn z.B. eine 4,7GB DVD den Abgang macht? Ist sie zu reparieren und wie zeigt sich überhaupt ein Defekt eines solchen optischen Mediums?

Beschädigte optische Medien

Im Serverbereich sind optische Medien nutzlos, da hier oft mehrere 100GB gespiegelt werden müssen. Als umsichtiger und um seine Daten Angst habender Privatmann lohnt sich allerdings sehr wohl eine Auslagerung der Daten von Festplatte auf CD/DVD an. Doch was ist nun, wenn sich ihre Platte verabschiedet, Sie sich eine neue zulegen und die einst erstellten Sicherungen wieder zurückspielen möchten? Im Normalfall: CD-Hülle auf, CD/DVD raus und in das Laufwerk rein. Laufwerk im Explorer angeklickt und die Übertragung kann beginnen. Doch nun erkennt das Laufwerk das Medium nicht, Windows stürzt ab, sie können nicht auf das Laufwerk zugreifen, beim lesen der Medien entstehen Schreibfehler?

Dann zeichnet sich ein Defekt des Mediums ab und das kann im Ernstfall teuer werden! Wenn Sie also die Daten nicht "vorsichtshalber" per RAID oder viel zu teuren USB-Stick gespeichert haben, sind sie dann fort. Immer? Nein! Um die Frage zu klären, wie man zerstörte CD's/DVD's doch noch ausliest, mal ein paar generelle Worte zur Haltbarkeit, die von Phillips (Erfinder der CD) selbst stammen: "Unter luftdichtem Abschluss sowie unter Ausschluss von Licht hält eine CD maximal 100 Jahre." Aha. Um also eine CD der nächsten Generation zu erhalten, mal schnell den Keller von Luft befreien und die Fenster zu kleben? Nein, 100 Jahre Haltbarkeit sind keinesfalls realistisch. Im Dauergebrauch sinkt die Lebensdauer somit schnell unter ein Jahr. Wenn Sie der CD nun noch nicht einmal eine eigene Hülle gegönnt haben, reichen sogar schon oft ein paar Tage. Aber wer würde seine Daten schon so behandeln ;-)?

Als Faustregel gelten die Kratzer auf der Datenscheibe als Beschädigung doch so genau kann man das nun auch nicht sehen. Wer Nachts eine CD in einem Raum betrachtet, der z.B. nur von einer Kerze beleuchtet wird, sieht selbst auf einer frisch gekauften Scheibe viele Kerben und Dellen. Man kann also nicht pauschal sagen "Kratzer = Kaputt". Ein Defekt äußert sich also nur bei einem Test. So kann es zum Beispiel auch sein, dass der frisch gebrannte Rohling nicht ausgelesen werden kann, obwohl nun ein Defekt doch wirklich ausgeschlossen sein müsste?

Hier kommt die Fehlerkorrektur zum Tragen: Mit ihrer Hilfe sind somit auch tief und stark zerkratzte Medien auszulesen. Jedes neuere Laufwerk verfügt über sie, nur ihre Qualität ist unterschiedlich. So kann bei manchen Geräten schon ein falscher Rohling reichen um das Medium später unlesbar zu machen. Brenner haben meist die bessere Fehlerkorrektur, produzieren aber auch viele Fehler bei höheren Brenn-Geschwindigkeiten. So kann man mit Hilfe der "Plex Tools" die Fehler in einer Scheibe erkennen. Faust-Regel: Je schneller man brennt, desto kürzer halten die Medien, wen Sie denn überhaupt erkannt werden. Leider lassen einen die Hersteller beim Kauf von Laufwerken über die Fehlerkorrektur im Ungewissen.

Nun gibt es Tools und Kits um zerstörte CD's/DVD's wieder "fit" zu machen. Solche Tools sind das kostenpflichtige "CD-Roller" und der "ISO-Buster" (Freeware). Mir stand nur der Isobuster zur Verfügung. Testurteil: Erniedrigend! Selbst dieses Spezial-Tool bricht bei Scheiben den Lesesvorgang ab, die nur leicht beschädigt sind. Wenn es das Tool wider Erwarten doch schaffen sollte, die CD zu Ende zu lesen, sind die dann kopierten Daten oft Defekt. Über CD Roller sind leider auch keine besseren Kritiken zu lesen. Dann gibt es noch Kits, bei denen man Handwerklich aktiv werden muss und tiefe Risse überklebt. Meiner Meinung nach bringt das die durch Kratzer beschädigten Daten auch nicht mehr zurück, bringt vielleicht nur einen runderen Lauf des Mediums im Laufwerk.

Also was tun, wenn die CD mit ihrer Diplom-Arbeit kaputt ist, die sie auch sonst nirgendwo gespeichert haben? Tipp: Zu einem Kumpel gehen und schauen, ob dessen Laufwerk die CD noch lesen kann. Falls nicht kaufen Sie eben eines und geben es wieder zurück, nachdem es (hoffentlich) funktioniert hat.

Fazit:

Wenn die CD/DVD auf dem heimischen PC mit halbwegs aktuellem Laufwerk nicht mehr auslesbar ist, sind die Daten sogut wie futsch. Auch Tools wie "ISO-Buster" helfen da wenig weiter. Somit: Verlassen sie sich nie auf nur eine CD, brennen Sie die Sicherungen schön langsam und testen Sie sie, bevor die wichtige(n) Kopie(n) dann in einer Hülle (!!!) im Schrank veschwinden lassen. Auf der Festplatte sollten Sie sie deswegen aber trotzdem noch belassen.


dav133
Professonial
Beitrag vom:
20-02-2004, 12:21:01

hmm...

...aber die Daten kommen dadurch bestimmt nicht mehr zurück. Das hilft also blos, wenn die Kratzer so tief sind, dass sie das CD/DVD-LW das Medium nicht mehr als CD/DVD anerkennt. Nicht zu verachten ist natürlich das angenehme Aroma der CD...:-)

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Floyd
Senior Member
Beitrag vom:
20-02-2004, 09:43:23

Zahnpaste gegen Kratzer auf CD's

Es gibt einen kleinen Trick, man nehme Zahnpasta und reibe sie in exakten Kreisen von innen nach außen über die CD. Nicht horizontal (also von außen nach innen die Zahnpaste streichen weil das Kratzer verursachen könnte). Das ganze läßt man 5 bis 10 Minuten stehen und wasche es dann vorsichtig mit kaltem Wasser ab.

Wie das Funktionieren soll? Nun in der Zahnpaste (aber bitte keine Flourid-Paste nehmen!!!) sind mikrokopisch kleine Stoffe drinne die die Rillen und Ritzen in einer CD ausbessern. Der selbe Stoff ist auch in teuren CD-Reperatur-Kids drinne. Sind die Rillen beseitigt können die meißten CD's wieder gelesen werden. Bei mir klappt es in 95% aller Fälle problemlos. Sollte es wiedererwarten dennnoch nicht klappen. Nehmt einen leicht trockenen Schwamm und geht damit wieder in Kreisenden Bewegungen über die CD und benutzt dann ISO-Buster.

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Tipp- und Rechtschreibfehler sind absichtlich eingebaut und dienen der Belustigung des Lesers! http://blog.freakfabrik.net


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