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Grundlegendes zur Organisation eines Betriebes

Um in einem Betrieb problemlos arbeiten zu können, muss dieser ordentlich organisiert sein. In diesem Artikel wird der Nutzen der Organisation und Kriterien zur Abteilungsbildung vorgestellt.


Autor: Martin Dethlefsen (Psyrius)
Datum: 06-02-2004, 16:24:11
Referenzen: Buch: Wirtschafts- und Geschäftsprozesse Verlag: Stam
Schwierigkeit: Anfänger
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Rating: 6.22 (9x bewertet)

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Organisation – warum und wozu?

Das Organisieren eines Betriebes bedeutet, generelle und für einen längeren Zeitraum feststehende Regelungen zu schaffen, die den Ablauf und die Zusammenarbeit innerhalb eines Betriebes steuern. Das Ergebnis ist die Organisation eines Betriebes. Das Gegenteil der Organisation ist die Improvisation. Improvisieren bedeutet, das bei plötzlich auftretenden, unvorhersehbaren Situationen schnell und kurzfristig entschieden und gehandelt werden muss, ohne das dieser Zustand zu einer Dauerregelung wird. Beide Vorgehensweisen müssen in einem Betrieb realisiert sein.

Jedoch müssen folgende Punkte berücksichtigt werden:
  • Es darf nicht nur improvisiert werden, da der Betrieb sonst in einem organisatorischen Chaos versinken würde.
  • Die Organisation darf nicht so starr sein, dass es nicht möglich ist schnelle Entscheidungen zu treffen, da der Betrieb sonst seine Flexibilität verliert
Falls es einem Betrieb gelingt eine feste Organisationsstruktur mit schnellen flexiblen Entscheidungswegen zu verbinden, nennt man dies ein organisatorisches Gleichgewicht.

Aufgabenanalyse und Aufgabensynthese

Der Ausgangspunkt für sämtliche organisatorischen Überlegungen ist die Aufgabenstellung der Unternehmung.
Betrachten wir als Beispiel die fiktive Firma IT-Tr@.de AG.
Die Hauptaufgabe der IT-Tr@.de AG ist die Bereitstellung von Soft- und Hardwarelösungen aus dem IT-Bereich für den Markt. Aus dieser Hauptaufgabe lassen sich eine Vielzahl von Teilaufgaben ableiten. Die Tiefe der Gliederung dieser Analyse kann bei Fertigungsbetrieben bis zu den kleinsten Arbeitsschritten, z.B. Handgriffe bei Fließbandarbeit, gehen. Das ist bei unserer Beispielfirma sicherlich nicht der Fall.
Die Aufgabenanalyse lässt sich an den folgenden Fragen durchführen:

Welche Verrichtung muss erledigt werden?
Beschaffung, Absatz, Produktion etc.

Mit oder an welchen Objekten wird gearbeitet?
PC, Netzwerk, Programm, Kunde etc.

Welchen Rang nimmt die Aufgabe ein?
Executive (ausführende) oder dispositive (leitende) Tätigkeit

Zu welcher Phase im Betriebsablauf gehört die Aufgabe?
Planung, Durchführung, Kontrolle etc.

Welchen Zweck erfüllt die Teilaufgabe im Hinblick auf die Gesamtaufgabe?
Primäraufgabe (hängt unmittelbar mit dem Leistungsprozess zusammen), Sekundäraufgabe (erfüllt Hilfsdienste, z.B. Verwaltungsaufgaben)

Wenn alle Teilaufgaben bekannt sind, können durch Zusammenfassung und Zuordnung dieser auf Mitarbeiter Stellen und Abteilungen im Betrieb gebildet werden. Einen solchen Vorgang nennt man Aufgabensynthese.

Stellen sind Arbeitsbereiche, die von einem Mitarbeiter wahrgenommen werden können. Eine Stelle entsteht durch die Delegierung von Elementaraufgaben oder Aufgabenbereichen zu einem Aufgabenträger.
Das kleinste Grundelement des betrieblichen Aufbaus stellt somit die Stelle dar. Mehrere Stellen lassen sich zu Abteilungen und diese eventuell in Hauptabteilungen zusammenfassen.
Das primäre Ziel der Abteilungsbildung ist die Schaffung von überschaubaren Organisationseinheiten, die sich leicht kontrollieren lassen und in denen ein Abteilungsleiter die Verantwortung übernehmen kann.

Der Bildung und Gliederung von Abteilungen können verschiedene Kriterien zu Grunde liegen:

Kriterien für die Abteilungsbildung Beispiele
Funktionale Orientierung Nach betrieblichen Funktionen: Einkauf, Produktion, Controlling, etc.
Produktorientierung Nach Produkten und –gruppen: Netze, Hardware, Software, etc.
Regionale Orientierung Nach geographischen Gebieten: Bundesländer, Länder, Europa, Übersee, etc.
Personenbezug Nach Mitarbeitern: Abteilung Meier, Müller, Schmitt, etc.


Das Ergebnis der Stellen- und Abteilungsbildung ist ein Organigramm oder ein Organisationsplan.


no_comment
Professonial
Beitrag vom:
06-02-2004, 17:34:34

Interessant

Das Thema interessiert mich, du hast den Ablauf theoretisch gut beschrieben, was mir aber fehlt, ist ein praktisches Problem und dann eine Empfehlung, wie man damit direkt umgehen sollte.

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