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Temperatur im Blick

In diesem Artikel wird Ihnen erläutert warum Sie die Temperatur der Komponenten im PC-Gehäuse im Auge behalten sollten!


Autor: Peter Schmitz (dav133)
Datum: 23-01-2004, 22:05:56
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Einleitung

Jeder PC-User, der sich intensiv um sein System kümmert bzw. jeder, der schon mal ein eigenes System von Grund auf selbst gebaut hat wird sich ebenso wie jemand, dem das lange Leben seiner PC-Komponenten am Herz liegt, bereits einmal um die Temperatur seiner Komponenten gekümmert haben. Dies ist wichtig, da besonders die CPU bei erhöhten Temperaturen schnell "abdankt". Wer sich trotz allem noch nicht mit dem Thema "Temperatur" beschäftigt hat, findet hier wichtige Infos.

Die Temperatur im Gehäuse und besonders die der einzelnen Komponenten wird oft als "unwichtig" abgestempelt. Dem ist jedoch nicht so! Selbst wenn Sie ein Komplett-System wie z.B. den Aldi-PC gekauft haben, können Sie sich nicht auf eine lebensfreundliche Temperatur von CPU & Co. verlassen. Auch auf die Garantie ist kein Verlass, denn oft steigen PC Komponenten erst nach Ablauf der Garantie aus.

Somit zum Thema: Überwachung der Temperatur im System. Viele neuere Mainboards sind mit einem Temperaturfühler für die Gehäuse (wie auch immer das geht), einem (oder mehreren) für die CPU-Temperatur und natürlich einem für das Mainboard selbst. Nur wie ermittelt man diese Temperatur? Wann wirds kritisch? Soviel ist klar: Mit einem Fieberthermometer oder ähnlichem sind Sie hier Fehl am Platz.

Die Temperatur lässt sich mit sogennanten "Hardware Monitoren" untersuchen. Davon gibt es zahlreiche:
  • Motherboard Monitor 5 (mbm)
  • SpeedFan
  • HardwareSensors Monitor (hmonitor)
  • CPUCool 7
  • und noch zahlreiche weitere.
Mainboard Monitor 5 ist zwar FreeWare, jedoch äußerst umständlich zu konfigurieren. Auf den Shareware hmonitor möchte ich nicht eingehen, da es vor der Benutzung erst registriert werden muss. Bleibt nur noch "SpeedFan" und "CPUCOOL". Da SpeedFan mehr für die Regulierungen der Lüfterdrehzahl gedacht ist, befasse ich mich mit CPUCOOL7. Diese Software erfordert zwar auch Einarbeitungszeit, jedoch ist sie alles in allem logisch aufgebaut und einfach zu bedienen. Außerdem kann das Tool ihren PC herunterfahren, wenn er zu heiß wird.




Die Software "verschreckt" beim ersten Start schon einmal mit diesem Bild. Sie müssen also die firmeninterne Konfigurationsbezeichnung ihres Mainboards herausfinden. Bei meinem "MSI K7N2 Delta-L" ist das "MSI-6570". Aber auch auf dem Board selbst oder im Handbuch sowie mit Diagnosetools wie "AIDA32" lässt sich die Bezeichnung ermitteln. Dumm nur, dass die Shareware das Board nicht kennt. Also auf "Weiss nicht", die Werte werden in den meisten Fällen aber trotzdem richtig angezeigt.




Die Software wirkt auf den ersten Blick etwas unübersichtlich. Deswegen habe ich einmal die Werte des Graphen mit denen des oberen Bereiches verbunden. Es lässt sich aber schnell Licht ins Dunkel bringen: Die Werte sind alle "mal 10" zu verstehen, also wenn im Graphen 4,5 angezeigt wird, dann entspricht der tatsächliche Wert 45°C (auch im oberen Teil zu erkennen). Es wird erstmal Zeit, dass Tool "aufzuräumen", es sei denn, Sie erwarten von einem Hardware-Monitor die Modemübertragungsrate.




Hier lassen sich zahlreiche Anzeigeoptionen anpassen. Fertig optimiert sieht das ganze dann so aus:




Temp1 entspricht bei diesem Board der Mainboard-Temp., Temp.2 der CPU Temp. und Temp. 3 der Gehäuse Temp. Im Leerlauf sollten die Werte folgendes nicht überschreiten:
  • max. Leerlauf CPU Temp.: 60°C
  • max. Leerlauf MB Temp.: 45°C
  • max. Leerlauf Gehäuse Temp.: 35°C
Die im Bild gezeigten Werte sind also ordentlich, wenn auch nicht perfekt. Sie sollten also die max. Temp. ihres Systems per "Stress-Tests" wie "Prime95", "CPUburn", "BurnK7" oder "CPUStress" ermitteln. Prime ist für Einsteiger ungeeigent, ich empfehle das MiniTool "CPUStress" von "http://www.grafikwelt.tk";. Es muss noch nicht einmal installiert werden. Starten Sie das Tool und lassen Sie es 30 min. laufen. Wenn das Ihre CPU übersteht und die Werte folgende nicht überschreiten, ist Ihr System für den nächsten Sommer gerüstet.
  • max. Stress CPU Temp.: 68°C
  • max. Stress MB Temp.: 50°C
  • max. Leerlauf Gehäuse Temp.: 40°C
Diese Werte sind aber bereits das absolute Maximum und eine CPU, die bei 20°C Innentemperatut bereits 68°C hat, kommt im Sommer auf bis zu 75°C. Kurzzeitig kein Problem aber unter Stress wie beim Spielen oder ähnlichem zu viel! Zwar halten die Kerne der CPU's 85-90°C aus, jedoch nur kurzzeitig und außerdem können Sie auf die gemessenen Werte meist noch ca. 10°C draufschlagen, da der Sensor nicht direkt auf dem Kern (DIE oder Core genannt) sondern darunter liegt. Dies ist bei obigen Werten aber noch nicht mit einkalkuliert.

Wie Sie die Temperatur senken, verrate ich Ihnen in einem späteren Artikel. Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass Sie CPUCOOL per Tray-Display auch automatisch in die Systray versetzen können und so immer die aktuelle Temperatur der Komponenten sehen, ohne CPU Cool am laufen zu haben. Die Aktualisierungsrate sollten Sie übrigens auf "10sec" einstellen, da niedrigere Raten sehr viel Rechenzeit benötigen und das System so ausbremsen. Für die Festplatte gibt es ein Tools namens "HDD Temperature". Unter Stress sollte diese nie über 40°C liegen.




Dann gibt es noch andere Tools, meist von den Herstellern. In meinem Fall ist das bei MSI "CoreCenter", "PCAlert4" und "FuzzyLogic". Ähnliche Tools gibt es auf der Herstellerseite Ihres Mainbaords. Zu erwähnen bleibt noch, dass alle Tools sehr unterschiedliche Temperaturen in einer Spanne von ca. 10°C anzeigen, da manche Programme bereits automatisch die ca. 10°C hinzurechnen, die die CPU tatsächlich heisser ist, manche nicht.


Chester1
Junior-Member
Beitrag vom:
27-01-2004, 09:00:01

Dieser Artikel ist echt ausführlich und gut beschrieben. Das Rating ist absolut gerechtfertigt

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Ich weiß nicht ob sich etwas bessert wenn sich was ändert, aber es muss sich was ändern damit etwas besser wird!(Aphorismus)


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