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Serial-ATA und Parallel-ATA

Serial-ATA oder S-ATA ist momentan in aller Munde. Dieser Artikel soll ein Überblick über den neuen Übertragungsstandard der Zukunft im Festplattenbereich liefern.


Autor: Peter Schmitz (dav133)
Datum: 17-01-2004, 13:49:38
Referenzen: PCWelt
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Serial-ATA und Parallel-ATA

Serial-ATA oder S-ATA ist momentan in aller Munde. Ob die neue Technik wirklich das Flachbandkabel verdrängt, steht hier.

Bei Parallel-ATA werden die Daten parallel, also nebeneinandener von der Festplatte losgeschickt. Bei Serial-ATA seriell, also einzeln. Eigentlich müsste das bisherige Parallel-ATA (P-ATA) doch schneller sein als S-ATA, da die Dateien doch immer parallel verschickt werden, oder? In der Theorie ja, allerdings kommt es darauf an, wann die Daten ankommmen und nicht wann und wie sie losgeschickt wurden. Das läuft dann schon um einiges schlechter ab als in der Theorie, da die Daten eben wie besagt nie zur gleichen Zeit ankommen, zu der sie losgeschickt wurden und daher noch sortiert werden müssen.

Weitere Neuerungen:
  1. Maximale Kabellänge von 1 Meter möglich
  2. Keine Flachbandkabel mehr
  3. Übertragungsraten ab 150 MByte/s
  4. Hot-Plug-Modus: Die Platten lassen sich bei laufendem Betrieb an- und abstöpseln. Nur für den Server-Betrieb interessant.
  5. Neue Stromkabel erforderlich.
Das waren erst mal die gravierendsten Neuerungen. Im offiziellen S-ATA-Konsortium sitzen Firmen wie Dell, Seagte, IBM, Hitachi und Maxtor. Das heißt jedoch nicht, dass es von Western Digital oder Quantum keine S-ATA Platten geben wird. Durch die serielle Datenübertragung ist ein dünneres, längeres Kabel möglich, was in kleineren Gehäusen die Luftzirkulation positiv beeinträchtigt. Die neuen Stromanschlüsse der Platten sind zudem kein Hinderniss, da von den Platten-Herstellern größtenteils noch Adapter mitgeliefert werden. Nach und nach erscheinen aber alle neuen Netzteile mit S-ATA Stromanschluss.

Bisher ist die Technik jedoch noch ein Flop: viele aktuelle S-ATA-Platten haben lediglich einen Wandler integriert, der die P-ATA Daten in S-ATA-Daten umwandelt und daher eher noch einen Leistungsabbau fördert. Daher unbedingt auf "echtes" S-ATA achten. Aber selbst eine solche HDD (Hard Disk Drive = Festplatte) schöpft nur annähernd ein Drittel der theoretischen Übertragungsrate aus: aktuelle UDMA 133-Platten haben eine Übertragungsrate von ca. 45MB, S-ATA Platten ebenso. Bisher hat die Technik also keine Vorteile in der Geschwindigkeit der HDD's. Der nächste Schritt soll nach dem Konsortium immer erst gegangen werden, wenn die ersten Platten auch die Technik ausnutzen, was bei P-ATA nie der Fall war. So gesehen ist sogar UDMA 66 ausreichend, da kaum eine Platte die Durchsatzrate von 66MByte/s bricht.

Wer auf S-ATA umrüsten will, ist besser dran, sich ein neues Baord samt S-ATA-Controller wie das "MSI K7N2 Delta-ILSR" mit nVidia nForce 2 Ultra 400 Chipsatz für ca. 90€ zu kaufen, als sich einen PCI-Controller für ca. 60€ anzuschaffen, da die Datenübertragungsrate des PCI-Bus mit 137MByte/s hier auch noch mit in Betracht gezogen werden muss. So wären sie theoretisch also satte 4MByte/s in der Theorie schneller als mit P-ATA, was zudem noch ca. 20% billiger ist.

Auf der positiven Seite lässt sich noch vermelden, dass S-ATA Platten mit den dünnen Kabeln sehr einfach anzuschließen sind. Keine Jumper mehr, kein Master/Slave. Ein weiterer Vorteil: die Platten erfordern sonst keine neue Hardware und werden genauso wie die P-ATA Probanden erkannt. Sie arbeiten sogar mit einer P-ATA Platte zusammen.

Fazit

Es lohnt sich momentan nur in den seltensten Fällen, auf S-ATA umzusteigen, bloß wenn sie sowieso ein neues Board holen wollen, können Sie schon mal auf S-ATA Controller achten. Da S-ATA vermutlich erst 2005-2006 etabliert sein wird, lohnt ein Umstieg nur im Server-Betrieb, um das teure SCSI-160 abzulösen. Theoretisch sollen in der letzten Entwicklungsstufe ca. 600MByte/s möglich sein.


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