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Die Zukunft der Festplatten

Festplatten werden immer größer, erreichen jedoch ihre physikalischen Grenze. IBM und Seagate entwickeln deshalb neue Technologie.


Autor: Patrick Faes (dreamer)
Datum: 29-12-2003, 23:42:21
Referenzen: keine
Schwierigkeit: Anfänger
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Einleitung

Mit der rasanten Verbreitung des Internets und neue Software, steigt weltweit der Bedarf an Speicherkapazität. Ob es nun geht um Computerspiele, Downloads von Musik und Filme usw. die moderne Festplatten sind bald schon wieder zu klein. Die letzten Jahre sind die Speichergrößen der Festplatten enorm gestiegen, und jetzt hat man halt die maximale Speicherdichte erreicht. Zur Zeit beträgt dieser etwa 20 Gigabits pro Quadratzoll und hat damit die physikalische Grenze erreicht.

Auf einer Festplatte werden die Bits (Datenteile) in magnetischen Feldern gespeichert. Werden die Felder zu klein, so kann die Ausrichtung verloren gehen und somit sind auch die Daten futsch. Dies nennt man Supermagnetismus. Die einzige Lösung liegt in der Entwicklung neuer magnetischer Legierungen, die eine unkontrollierte Veränderungen der magnetischen Ausrichtung verhindern, also ein erschwerter Magnetismus.

Momentan sind 2 neue Technologien in Entwicklung:

Das Mehrschichtverfahren von IBM

IBM baut seit fast zwei Jahren an AFC (Antiferro-magnetically Cupled). Es ist ein Mehrschichtverfahren: eine drei Atom dünne Schicht aus dem Edelmetall Ruthenium wird zwischen die obere und untere magnetische Schicht gelegt. Die dazwischen liegende Schicht zwingt die Atome der gegenüberliegenden Seiten, sich in gegenteilige Richtungen zu orientieren. Somit ist es möglich, die Speicherdichte zu erhöhen, ohne einen Datenverlust zu erleiden. Das Ziel der Forscher ist es, mit der AFC-Technologie die Datendichte bei Festplatten in der Serienproduktion auf 100 Gigabit pro Quadratzoll zu erhöhen, also etwa viermal so viel wie bis jetzt.

Heat-Assisted-Magnetic-Recording von Seagate

Die Firma Seagate baut zusammen mit der US-Regierung an einer Technologie namens HARM, die ein Material benutzt, dass über eine erschwerte, magnetischen Ausrichtung verfügt. Dadurch lassen sich die Bits auch bei sehr hohen Speicherdichten setzen und bleiben trotzdem stabil. Leider kann dies nicht mittels konventionellen Schreibköpfen erreicht werden.

Stattdessen wird die Stelle, an der das Bit gesetzt werden soll, mit einem Laser vorgewärmt. An dieser Stelle kann nun das magnetische Feld leichter ausgerichtet werden. Sofort nach dem Vorgang erfolgt eine Kühlung, um die geschriebenen Bits zu stabilisieren. Ein daraus resultierender positiver Effekt is die thermische Stabilität der Daten. Die Festplatten sollten 2007 in Serie gehen und über 100 mal mehr Speicher haben als die heutigen Festplatten.


picard
Professonial
Beitrag vom:
30-12-2003, 13:49:09

und die anderen?

FuSi, Matrox, WD? Die müssten doch eingentlich auch etwas in der Schublade haben, woran sie basteln...

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"...denn wir arbeiten nicht nur um uns selbst zu verbessern, sondern auch den Rest der Menschheit!"


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