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Festplatten allgemein

In diesem Artikel versuche ich, ihnen die Funktionsweise und Fachbegriffe der Festplatten näherzubringen.


Autor: Peter Schmitz (dav133)
Datum: 22-12-2003, 23:54:16
Referenzen: keine
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Festplatten allgemein

Auch bei der Festplatte gilt wie bei vielen Hardwarekomponenten: "Die Platte ist die beste, die man unter dem Schreibtisch vergisst." Wenn die Platte allerdings durch Fehler auf sich aufmerksam macht, steht das Schlimmste bevor. In Zeiten von 250 Gbyte großen Festplatten kann so ein Datenlager schon mal die Arbeit von mehreren Jahren mit sich reißen. Anzeichen für eine zerstörte Festplatte sind:
  • Äußerst schlechtes Abschneiden in Festplattenbenchmarks
  • Ordner, auf die plötzlich nicht mehr zugegriffen werden kann
  • Viele Ausnahmefehler
und ähnliche Unannehmlichkeiten. Es gibt allerdings kein konkretes Anzeichen für eine zerstörte Platte, selbst wenn alle Auswirkungen bei Ihnen auftreten, kann es immer noch an anderen Hardwarekomponenten liegen. Klarheit schafft da ein Intensivtest mit dem Windows-Festplattenchecker "ScanDisk". Dieses Programm sollten Sie am besten unter Windows ausführen, da Scandisk unter DOS keinen Intensivtest durchfüht. Es gibt noch andere Programme zum überprüfen der Datenträgerintergrität, allerdings ist für die meisten Fälle das windowsinterne Scandisk ausreichend. Hinweis: ab/bei Windows2000 heißt das Programm Checkdisk bzw. Fehlerüberprüfung:




Leider fehlt hier eine grafische Übersicht, statt dessen muss man sich mit einem Statusbalken begnügen:




Zum nächsten Teil: Die Übertragungsgeschwindigkeit. Folgende Modi sind möglich:
  • Pio Mode 4
  • DMA 33 / UDMA 3
  • DMA 66/ UDMA 4
  • DMA 100 / UDMA 5
  • DMA 133 / UDMA 6
  • Serial ATA
Diese sind nach der Übertragungsgeschwindigkeit sortiert: Pio1 ist mit theoretischen 16,67MB am langsamsten, Serial ATA mit 150MB am schnellsten. Es gibt zwar noch zahlreiche SCSI-Modi, auf die ich hier nicht näher eingehen will, da 95% der im Desktop bereich verkauften Datenlager E-IDE Platten sind.

Um die Übertragungsgeschwindigkeit zu optimieren brauchen Sie ein spezielles Kabel. Diese sind in Flachband und Rundkabel-Ausführungen erhältlich. Die Flachband-Versionen sind billiger, haben allerdings eine schlechtere Wäremethermik zu eigen. Der Luftstrom der Gehäuselüfter wird gestört, daher sind Rundkabel zu empfehlen, wenn Sie nicht gerade handewerklich aktiv werden wollen und die Flachbandkabel rund kleben. Optimalstenfalls sollten Sie die Festplatte(n) an den ersten IDE-Kanal anschließend (1. Platte: Primary Master, 2.Platte: Primary Slave). Die Laufwerke an den zweiten Kanal (DMA 33 ist hier ausreichend, da CD/DVD-Laufwerke/Brenner diese Übertragungsgeschwindigkeit nicht mal annähernd ausnutzen). Das erste Laufwerk ist dann der Secondary Master, das zweite der Secondary Slave. Es bliebe noch zu erwähnen, dass ihr Mainboard für diese Übertragungsgeschwindigkeiten geeignet seien muss.

Zum nächsten Kapitel: Defragmentieren: Das sollten Sie bei häufigem Gebrauch wöchentlich mindestens einmal durchführen, da sonst die Geschwindigkeit der Platte leidet. Das Windows-interne Defrag (Start->Ausführen->defrag->Enter) reicht hierzu aus.

Zur Zugriffszeit: Es ist wichtig, dass die Platte mit mindestens 7200 Umdrehungen pro Minute arbeitet, wenn Sie Zugriffszeiten von unter 11 Millisekunden erreichen wollen. Die Ausführungen mit 5400upm arbeiten zwar leiser, jedoch langsamer. Und die Techniken überhalb 7200upm sind derzeit noch nicht vollständig erprobt. Außerdem sollte die Platte über mindestens 2MB Cache (schneller Zwischenspeicher) verfügen, um das System nicht unnötig ausubremsen.

Damit wären wir auch schon am Ende des Artikels. Abschließend kann ich Ihnen nur empfehlen, die Platte regelmäßig zu backuppen, defragmentieren und beim Ein/Ausbau vorsichtig damit umzugehen, da die Datenlager leicht zu beschädigen sind. Dies äußert sich manchmal erst Jahre später.


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