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BIOS-Update

Hier finden Sie eine Schritt für Schritt-Anleitung wie man den BIOS eines Mainboards aktualisiert.


Autor: Peter Schmitz (dav133)
Datum: 13-11-2003, 00:41:09
Referenzen: 3DCenter
Schwierigkeit: Profis
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Rating: 8.5 (10x bewertet)

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Einleitung

Es gibt verschiedene Gründe, Ihr BIOS upzudaten. Einer davon könnten Instabilitäten sein, ein anderer, wenn Ihr Mainboard auch neuere Prozessortypen unterstützen soll. Aber auch mehr Übertakter-Optionen sind ein Grund, dass BIOS upzudaten. Doch wie das jetzt im einzelnen geht, bzw. was man beachten muss, wird hier im Weiteren erklärt.

Anmerkung: Dieser Guide ist unter Win98 entstanden. Unter anderen Betriebssystemen habe ich den Vorgang noch nicht getestet.

Schritt 1

Klarheit über die im PC verbauten Komponenten bekommen. So empfiehlt sich z.B. das kostenlose Programm "Sandra2001" als Informationsquelle über Ihr Mainboard. Auch ein Blick ins Handbuch oder die mitgelieferte CD erspart Ärger, ebenso wie ein Blick auf das Mainboard selbst. Wenn Sie den PC mit integriertem Mainboard gekauft haben sollten und wider Erwarten auch kein Handbuch oder Aufdruck auf dem Board zu finden ist, müssen Sie zu Sandra2001 greifen. Dort die Option "Mainboard Information" auswählen:




Im nun erscheinenden Fenster lassen sich folgende - für das Update essentielle - Optionen entnehmen:




Der Hersteller "ASUS", die Modellbezeichnung des Mainboards (K7M), die Version des Mainboards (1.0) und den CPU-Hersteller (AMD + AMD-Chipsatz). Dann müssen Sie noch den BIOShersteller ermitteln: Dazu starten Sie den PC neu und drücken im 2 Screen, indem der RAM-Test durchgeführt wird, die Pause Taste. Dort steht dann das BIOS und die Version von selbigem, etwa "AMI v1.1" oä. Diese Optionen gilt es zu notieren.

Schritt 2

Der Website des Board-Herstellers einen Besuch abstatten. In diesem Falle: ASUS", wählen dort den Support bzw. Download-Bereich (von Hersteller zu Hersteller verschieden) und schauen sich die downloadbaren Files an. Sie brauchen: Das BIOS selbst, das Flashprogramm und eine Anleitung (für besondere Fälle). Diese gilt es herunterzuladen.

Wichtig: Richtige (neuere) BIOS-Version des selben BIOS-Typen auswählen. Beim Flash-Programm kann in der Regel (bei der Auswahl) weniger schief gehen.

Schritt 3

Den Rechner starten und das BIOS aufrufen (meist: Taste "Entf" beim Start gedrückt halten). Jetzt sollten Sie alle BIOS-Einstellungen aufschreiben (sofern Sie viele Änderungen im BIOS eingestellt haben, die Sie später wieder anwenden möchten), denn nach dem flashen könnte im BIOS einiges verstellt sein. Anschließend gilt es prüfen, ob im BIOS-Setup das Flashen "enabled" (kann sich an verschiedenen Stellen befinden) oder auf dem Motherboard ein Flash-Schutz per Jumper deaktiviert werden muss (einfach mal nach Jumpern schauen).

Die Bootreihenfolge so ändern, dass beim Booten zuerst auf die Diskette bzw. das Diskettenlaufwerk zugegriffen wird (in den meisten Fällen A:). Falls vorhanden, im BIOS jeglichen Speicher und jeglichen Cache (External Memory, Level-x-Cache ...) deaktivieren, dass könnte sonst nur Probleme verursachen. Nun die Einstellungen speichern und BIOS verlassen. Das "y" für "yes" findet man evtl. auf der z-Taste wegen dem amerikanischem Tastaturlayout.

Schritt 4

Jetzt eine Bootdiskette erstellen (unter DOS mit "format a: /s"). Es dürfen keine Speichermanager wie himem.sys oder emm386 geladen werden! Bootdisketten-Files gibts bei http://www.bootdisk.de/.

Schritt 5

Kopieren Sie auf diese Diskette Ihr Flash-Programm (z.B. "aflash.exe") von der Mainbopard-Hersteller-Homepage, sowie das BIOS-File (z.B. "abc.bin"). Den Namen des BIOS-Files notieren.

Schritt 6

Nun den Rechner neu starten und mit der Bootdiskette booten. Falls nach Datum und Uhrzeit gefragt wird, einfach mit der Enter-Taste bestätigen.

Schritt 7

Nun das Flash-Programm starten und bei Bedarf das alte BIOS sichern. Dann wird geflasht. Die folgenden Sekunden sind die spannendsten, denn wenn der PC abstürzt, gibt es meist keine Rettung mehr (außer eine Neuinstallation, wenn dies überhaupt möglich sein sollte). Erst wenn das Update definitiv beendet ist den Rechner ausschalten!

Schritt 8

Den Rechner wieder einschalten und das BIOS aufrufen. Standard-Einstellungen laden (unter Menüpunkt: "Load setup defaults" oä.) und abspeichern. Das "y" für "yes" findet man evtl. auf der z-Taste wegen dem amerikanischem Tastaturlayout.

Schritt 9

Nochmals das BIOS aufrufen und die ursprünglichen Einstellungen wieder einrichten, falls Sie dies für nötig halten.

Schritt 10

Abschließend das Betriebssystem hochfahren. Bei Problemen BIOS-Einstellungen nochmals überprüfen (IRQ-Zuweisungen vergessen, PnP-Option falsch eingestellt, oä.). Wenn der Rechner nach dem BIOS-Update nicht mehr in WIN startet, steht in der Regel eine Neuinstallation auf dem Plan.

Hinweis

Dieser "Guide" ist bewusst sehr allgemein gehalten, da es riesengroße Unterschiede (sowohl bei den Mainboardherstellerseiten, als auch bei den verschiedenen BIOSes) gibt. Es ist mit äußerster Vorsicht vorzugehen. Auf keinen Fall sind BIOS-Updates von unerfahrenen Usern durchzuführen. Wie besagt: Es besteht die Gefahr, dass der PC nicht mehr bootet. Ich übernehme keinerlei Garantie für die Funktion des Updates, noch übernehme ich Haftung für eventuell beschädigte PC's)!


Chester1
Junior-Member
Beitrag vom:
22-01-2004, 13:41:03

Das BIOS Update wurde echt professionell erklärt, teilweise aber zu kompliziert.

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Ich weiß nicht ob sich etwas bessert wenn sich was ändert, aber es muss sich was ändern damit etwas besser wird!(Aphorismus)


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