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Google Tricks

Google ist nicht nur eine Suchmaschine...


Autor: Tobias Surmann (incsoft)
Datum: 29-09-2003, 19:59:21
Referenzen: keine
Schwierigkeit: Fortgeschrittene
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Rating: 8.56 (9x bewertet)

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Einleitung

Viele Leute denken, Google sei eine Suchmaschine. Richtig. Einige Leute wissen auch, dass Google nicht nur sucht, sondern auch einen Übersetzungsservice anbietet (Google Sprachtools). Richtig. Und das ist alles? Falsch! Google kann viel mehr als es zunächst scheint. Zum Beispiel kann man versteckte Anweisungen an Google übergeben, allerdings findet man die nötigen Werkzeuge dazu nicht im Webinterface, man muss schon die URL verändern, um gewisse zusätzliche Suchkriterien nutzen zu können. Im ersten Teil dieses Artikels werde ich zeigen, wie man weitere nützliche Parameter an die Google-URL anhängt, um Googles volle Funktionalität ausschöpfen zu können. Im zweiten Teile werde ich auf die so genannten Google Labs eingehen, die ständig neue und experimentelle Services bieten.

Präzisere Suchergebnisse durch Manipulation der URL

Starten Sie den Internet Explorer (oder einen anderen von Ihnen bevorzugten Webbrowser) und geben Sie http://www.google.de in die Adresszeile ein. Schon erscheint das uns bekannte Bild von Google.




Um den allgemeinen Aufbau der URL analysieren zu können, müssen wir zunächst eine einfache Suchabfrage starten. Dazu geben wir den Suchbegriff „Angewandte Kryptographie" oder einen anderen beliebigen Suchbegriff ein. Google stellt nun das Suchergebnis als Ergebnisseite dar; achten Sie in der Adresszeile darauf, wie sich die URL verändert hat. In meinem oben genannten Beispiel ergibt sich nun folgende URL (es sind nur die grundlegenden Parameter angegeben. Je nachdem, wie Sie Google konfiguriert haben, kann sich die Struktur der URL ändern):

http://www.google.de/search?num=100&hl=de&%22&q=Angewandte+Kryptographie%22

Aus der übergebenen URL lässt sich sehr leicht der eingegebene Suchbegriff erkennen (Beachten Sie, dass ich den Suchbegriff in Anführungszeichen eingegeben habe, daher auch das URL-codierte Zeichen %22, welches für die Anführungszeichen steht). Jeder Parameter wird durch ein & von den anderen Parametern getrennt. Die übergebenen Werte stehen hinter dem =-Zeichen. Google hat für uns also schon einige Standardparameter eingesetzt z. B. hl=de. Dies steht für die zu verwendende Sprache. Setzen Sie für diesen Parameter mal en oder fr ein und gucken Sie, was passiert. Stehen in der URL mehrere hl-Parameter, so wird immer nur der letzte berücksichtigt. Über num können Sie steuern, wie viele Suchergebnisse auf einer Ergebnisseite ausgegeben werden sollen. Google akzeptiert hierfür einen Wertebereich von 1-100 Suchergebnissen. Falls der num-Parameter in Ihrer URL nicht vorkommen sollte, ist dies auch nicht schlimm; hängen Sie ihn einfach an die vorhandene URL an. Vergessen Sie nicht, dass die Parameter durch ein & voneinander getrennt werden müssen.

Natürlich fragen Sie sich jetzt, wozu Sie solche Parameter über die URL steuern sollen, wenn Sie dies auch komfortabler über das Webinterface tun könnten. Zum einen sind Sie so - aufbauend auf diesem Wissen - in der Lage, Google in Ihre eigenen Programme zu integrieren. Zum anderen gibt es Befehle, die Google nicht über das Webinterface zur Verfügung stellt und die nur über die URL genutzt werden können. Diese werden wir jetzt mal genauer unter die Lupe nehmen.

Mit as_qdr=mx können Sie bestimmen, wie alt die Suchergebnisse maximal sein dürfen. Das ist immer praktisch, wenn man Informationen sucht, die sehr aktuell sind (was in der Informatik ja nicht unüblich ist). Setzen Sie für x einen beliebigen Wert zwischen 1 und 12 ein. Zu beachten ist hierbei, dass Google nicht das tatsächliche Alter der Seiten zur Suche heranzieht, sondern die Google-Suche auf dem Zeitpunkt der Indizierung der Seite beruht.
Eine weitere nützliche Funktion ist der SafeSearch-Filter. Warum Google diesen nicht offiziell in sein Webinterface eingebettet hat, ist mir unerklärlich (dies ist nur in der deutschsprachigen Version der Fall). Der SafeSearch-Filter bietet die Möglichkeit, Seiten mit pornographischen Inhalt aus dem Suchergebnis auszublenden. Hängen Sie safe=on an die URL an, um den Filter auch in der deutschen Version einzuschalten. Mit safe=off wird er wieder abgeschaltet.

Google Labs

In diesem Teil geht es um die Google Labs. Hier finden Sie immer neue, kleine Anwendungen und Services, die auf der Google-Datenbank basieren. Da häufig neue Anwendungen erscheinen und alte verschwinden, sollten Sie öfters mal auf http://labs.google.com (englisch) nachschauen, um keins dieser Werkzeuge zu verpassen.




Ich werde mich hier auf die - meiner Meinung nach - 4 interessantesten Anwendungen beschränken.

Google Viewer

Der Google Viewer zeigt alle Suchergebnisse in einer Diashow an. Dazu ist ein moderner Browser notwendig (IE 5, Netscape 6 oder Mozilla), ansonsten funktioniert es leider nicht. Im oberen Bereich der Ergebnisseite wird nun eine Navigationsleiste zur Steuerung der Diashow eingefügt. Darunter wird der Eintrag angezeigt - wie auf einer ganz normalen Google Ergebnisseite. Den größten Teil des Bildschirms nimmt die Vorschau auf die Webseite ein. Dies ist eine gute Möglichkeit, um sich schnell und ohne nerviges Geklicke einen Überblick über die Suchergebnisse zu verschaffen.




Google Glossary

Das Google Glossary ist eine Suchmaschine, die Definitionen von Begriffen ausfindig macht. Jeder Eintrag wird kurz erklärt, es gibt einen Link zu einer Seite mit weiteren Informationen. Außerdem findet Google automatisch verwandte Phrasen und auf Wunsch kann nach dem gleichen Begriff auch unter http://www.dictionary.com und im Wörterbuch Merriam-Webster gesucht werden.





Google Voice Search

Die Anwendung Google Voice Search ist sehr interessant, obwohl sie - praktisch gesehen - eher eine Spielerei ist. Es funktioniert folgendermaßen: Sie werden aufgefordert, eine bestimmte Telefonnummer zu wählen. Nun sprechen Sie den gewünschten Suchbegriff ins Telefon und klicken auf den Link auf der gleichen Seite. Dies können Sie beliebig wiederholen und jedes Mal wird der Link aktualisiert, so dass die Ergebnisseite immer dem aktuell ins Telefon gesprochenen Suchbegriff angepasst wird. Das System arbeitet allerdings nicht sehr genau, da die Spracherkennung noch mangelhaft ist. Daher kommt es sehr oft vor, dass nach einem falschen Begriff gesucht wird.




Google Sets

Google Sets ist eine Anwendung, die versucht, eine Reihe bestimmter Wörter fortzusetzen. So könnten Sie zum Beispiel die Begriffe „car", „plane" und „ship" eingeben. Google versucht dann, die Reihe fortzusetzen. Man kann auswählen, ob Google Sets mehr oder weniger als 15 dazugehörige Worte finden soll. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man bei der Option mit mehr Worten wesentlich bessere Ergebnisse erzielen kann. Leider funktioniert das Ganze nur mit englischen Wörtern. Für das oben angegebene Beispiel werden Worte wie „bike", „tram" und „subway" gefunden, allerdings sind auch ein paar falsche Begriffe wie „boy", „foot" und „tiger" dabei.





Fazit und Zusammenfassung

Leider sind einige Tools aus den Google Labs noch längst nicht perfekt. Aber sie bieten dennoch einen Einblick in die interessanten Möglichkeiten, die die Google Datenbank bereitstellt. Wie Sie außerdem gesehen haben, bietet Google über die Manipulation der URL eine versteckte Möglichkeit, Abfragen genauer und präziser zu formulieren, als es über das Google Interface möglich ist.


Rolfhub
Senior Member
Beitrag vom:
12-10-2003, 15:52:13

Advanced Search, Google Rechner

Was man noch hätte erwähnen können: Die "Advanced Search", die eine Eingabemaske für die meisten der hier vorgestellten Optionen bietet, wobei die Maske in der US-Version von Google mehr Optionen bietet als in der deutschen. Was es auch noch gibt: Den Google Taschenrechner. Klingt im ersten Moment recht blödsinnig, aber man könnte ja z. B. an einem reinen Internet-Terminal sitzen, auf dem halt nur ein Browser im Vollbildmodus läuft, dann ist der Google Taschenrechner schon praktisch. Außerdem kann er auch ein paar Sachen, die nicht jeder normale Taschenrechner so kann, z.B.: Eine Zahl im römischen Zahlensystem darstellen (einfach nach "2003 in roman numerals" suchen, allerdings ohne die Anführungsstriche). Falls man die Anführungsstriche doch mit eingibt, kann man nach dem Term suchen, der sonst als Mathematischer Ausdruck gewertet worden wäre. Siehe auch http://www.google.de/help/calculator.html

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similie
Insider
Beitrag vom:
02-10-2003, 12:54:21

Ergänzung

Wäre noch cool gewesen, wenn die Google Toolbar und der Google Translator (beides downloadbare Programme) auch noch beschrieben würden.

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Aus einem verkniffenen Arsch kommt nie ein glücklicher Furz


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